Die Reform des Finanzmanagements hat zwei wesentliche Merkmale. Die Umstellung wird verordnet. Sie wird eine gesetzliche Grundlage aufweisen und ist somit in einem gewissen Pflichtumfang schlichtweg umzusetzen. Darüber hinaus wird die Umstellung – teilweise abhängig von der Größe der kommunalen Gebietskörperschaft – erhebliche Ressourcen im Rahmen der Umstellung und im späteren laufenden Betrieb binden. Die ESG e. V. will mit diesem Statement zwei Kernaussagen transportieren, welche zu einem nachhaltigen Erfolge der Umsetzung beitragen.
Kernaussagen:
Um die hohen Umstellungskosten zu rechtfertigen ist eine langfristige Vision notwendig, welche erkennen lässt, dass sich die Verwaltung bzw. die Wirtschaft bewusst ist, wie tiefgreifend die Veränderungen durch den Austausch des Finanzmanagements sind!
Der Umstellungsprozess bedarf eines breiten und tiefen Fachwissen. Ein Vorgehensmodell soll einen sicheren Umstieg gewährleisten.
Langfristige Vision: Die Umstellung des Finanzmanagements wird die Verwaltung weit aus mehr verändern, als Sie sich heute schon bewusst ist. Das Herzstück der Verwaltung, die Kameralistik, wird ersetzt durch ein im Kern kaufmännisches Rechnungswesen. Dies birgt Risiken, aber auch gewaltige Chancen. Durch den Reformprozess ist erkennbar, dass im Fokus richtigerweise immer wieder die planungs- und steuerungsrelevanten Sachverhalte (Steuerung des Werteverzehrs durch Einbezug der aufwandsgleichen Kosten wie Abschreibungen; Steuerung des Konzern Stadt; Optimierung der Planung und der politischen Diskussion etc.) stehen. In der Reformdiskussion treten aber vermehrt die zusätzlichen Chancen in den Hintergrund, welche sich durch eine Organisationsoptimierung (Aufbau und Prozesse über die Verwaltungsgrenzen und Rechtsformgrenzen hinweg), eine integrierte Datenhaltung (Vermeidung von Fehlern und Doppelarbeiten), eine Neuausrichtung am Kunden/Bürger ergeben würden. Diese Chancen können nicht alle zur gleichen Zeit genutzt werden, jedoch müssen die notwendigen Grundlagen im Kern angelegt werden. Dazu ist eine gewisse Grundphilosophie seitens der Verwaltung und der Wirtschaft notwenig:
Der Einsatz einer verwaltungs-/unternehmensweiten und fachbereichsübergreifenden Softwarelösung ist sinnvoll, welche in Modulen die notwendigen Bausteine für ein eBussiness (=eGovernement) und ein Customer-Relation-Management (=Kunden/Bürgerservice) mitbringt.
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