Gemeinsam auf dem CAMPUS
Großes Interesse, viel Perspektive: Das war der Kölner Vergabetag 2012

Die Herausforderungen, vor denen Beschaffer in Wirtschaft und Verwaltung stehen, wachsen ständig. Hinzu kommt, dass immer weniger (qualifiziertes) Personal zur Bewältigung dieser Aufgaben zur Verfügung steht. Gründe genug für subreport, unter der Schirmherrschaft des Vorsitzenden des Innenausschusses des Deutschen Bundestages, MdB Wolfgang Bosbach, am 11. Oktober namhafte Experten zum ersten Kölner Vergabetag zusammenzurufen. Es war eine hochinteressante Themenmischung, wie es Moderator R. Uwe Proll, Herausgeber und Chefredakteur des Behörden Spiegel, zu Beginn der Veranstaltung formulierte. Und so versammelten sich weit über 100 Teilnehmer aus Wirtschaft und Verwaltung am Rhein, um informative Referate zu hören, eine hochinteressante und teils kontroverse Podiumsdiskussion zu erleben, sich aktiv am Dialog zu beteiligen – und einen ersten Blick auf das neue Portal subreport CAMPUS zu werfen.

Download: Kölner Vergabetag 2012

 

Schulterschluss der Vergabeexperten

Bundesanzeiger und subreport starten Kooperation

Köln, 10.01.2012 – Zwei große deutsche Informationsdienstleister. Beide mit langer Geschichte. Beide erfolgreiche Partner von öffentlicher Verwaltung und Privatwirtschaft. Beide mit innovativer Kraft. Und beide aus Köln. Da liegt es nahe, zusammenzuarbeiten – und genau das ist jetzt geschehen. Bundesanzeiger Verlag und subreport Verlag Schawe haben eine langfristige und intensive Kooperation beschlossen.

Fred Schuld, Geschäftsführer des Bundesanzeiger Verlags: „Vor allem durch seine ausgewiesene Expertise und Erfahrung im Bereich des Vergabewesens ist subreport für uns ein idealer Partner. Ziel ist, unsere verschiedenen Inhalte und Informationen in neuen Angeboten so miteinander zu vernetzen, dass für unsere Kunden ganz neue Möglichkeiten entstehen.“ Der Bundesanzeiger Verlag besitzt als Fachverlag in den Bereichen Recht, Wirtschaft und Steuern aufgrund seiner über 55-jährigen Verlagstätigkeit im amtlichen Veröffentlichungsbereich eine herausragende Stellung. Auf dem Gebiet Vergabe bietet er seinen Kunden ein breites und crossmediales Produktspektrum und deckt so nahezu alle Informationsbedürfnisse hinsichtlich vergaberechtlicher Entscheidungen und Normen ab.

subreport ist der ideale Partner: Seit fast 100 Jahren entwickelt das Unternehmen erfolgreich Produkte und Dienstleistungen an der Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung. Der Internetmarktplatz subreport online und die elektronische Vergabeplattform subreport ELViS setzen Maßstäbe hinsichtlich Anwenderfreundlichkeit, Effizienzgewinn und Zuverlässigkeit. Auch deshalb gehört subreport seit 2008 zu den „Top 100“, den 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands.

Die Kooperation startet mit einem attraktiven Angebot: subreport-Kunden haben bald die Möglichkeit, eine Vielzahl interessanter Produkte aus dem Fachverlag zu vergünstigten Konditionen zu beziehen. Edda Peters, subreport-Geschäftsführerin: „Ich freue mich, dass es jetzt noch mehr Vorteile hat, subreport-Kunde zu sein. Und ich kann jetzt schon versprechen: Das ist erst der Anfang der Zusammenarbeit. Wir haben gemeinsam noch viel vor.“

Über subreport

Gegründet 1918, ist subreport heute der führende Marktplatz für Aufträge der öffentlichen Hand – ein Internetportal für alle, die Aufträge vergeben und alle, die diese Aufträge erhalten wollen. Tag für Tag werden ca. 500 neue aktuelle Ausschreibungen – tabellarisch aufbereitet – vor allem per E-Mail oder online von Kunden im Abonnement bezogen. Mit dem Elektronischen Vergabeinformations-System ELViS bietet subreport seit Mai 2001 den kompletten Vergabeprozess öffentlicher und gewerblicher Aufträge über das Internet mit digitaler Signatur und ohne Medienbrüche an. Damit ist subreport der Anbieter mit der längsten Erfolgsgeschichte auf dem Gebiet der elektronischen Vergabe in Deutschland. Seit 2008 gehört subreport offiziell zu den „TOP 100“, den 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands.

Für Rückfragen und weitere Informationen:

Johannes Rother
subreport

Verlag Schawe GmbH
51101 Köln
Tel.: +49 (0) 221 9 85 78-43
Fax: +49 (0) 221 9 85 78-66
E-Mail: johannes.rother@subreport.de
Internet: www.subreport.de

 Presseinformation subreport bundesanzeiger 10 01 2012

 

 

Elektronische Signatur inklusive

Elektronische Kommunikation mit der Bundesstadt Bonn

Mit Veröffentlichung des ”Elektronik-Anpassungsgesetzes” vom 6. Juli 2004 hat das Land NRW die rechtliche Grundlage geschaffen, um die elektronische Kommunikation der öffentlichen Verwaltungen in Nordrhein-Westfalen zu modernisieren. Eine durch Rechtsvorschrift angeordnete Schriftform kann nunmehr durch die elektronische Form ersetzt werden, sofern das Dokument mit einer ”qualifizierten elektronischen Signatur nach dem Signaturgesetz” versehen wird (§3a VwVfG NRW). Die aktuelle Umsetzung in Bonn beschreibt der folgende Artikel.

Neben den rechtlichen ist eine weitere Voraussetzung für die Kommunikationsmodernisierung, dass die Verwaltung hierfür einen Zugang eröffnet. Diese Zugangsöffnung sollte auch wegen der vielfach praktizierten E-Mail-Kommunikation mit den Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern der Bonner Stadtverwaltung möglichst zügig vollzogen werden. Die ebenfalls bestehende Möglichkeit, den Zugang zur Verwaltung nicht zu öffnen und dies entsprechend zu veröffentlichen, war mit der E-Government-Strategie der Stadt Bonn nicht vereinbar. Vielmehr sollte den Kommunikationspartnern der Stadtverwaltung frühzeitig ein Angebot eröffnet werden, die nunmehr geschaffenen Möglichkeiten zur rechtsverbindlichen Kommunikation praktisch zu nutzen. Die Projektverantwortlichen der Stadt Bonn begaben sich in der Folge auf die Suche nach einer Lösung mit folgenden Leistungsmerkmalen:

  • zentral einsetzbar,
  • einfach handhabbar,
  • kurzfristig verfügbar,
  • weitgehend standardisiert,
  • rechtskonform,
  • möglichst günstig.

Dabei war allen Beteiligten klar, dass die zur Nutzung erforderlichen qualifizierten elektronischen Signaturen derzeit noch sehr gering verbreitet sind. Mit dem neuen Angebot wollten die Verantwortlichen der Stadt jedoch einen eigenen Beitrag zur Verbreitung elektronischer Signaturen leisten.

Auf der Suche nach Projektpartnern war schnell der in Bonn ansässige Anbieter 2B Advice GmbH gefunden, der über große Erfahrungen auf dem Gebiet signaturgesetzkonformer elektronischer Signaturen und anderer transaktionsbasierter Technologien verfügt. Daneben vertreibt 2B Advice ein eigenes Produkt zur Signatur elektronischer Dokumente und E-Mails, welches bereits im Vorfeld des Projektes von der Stadt Bonn getestet wurde. Die in Bonn ebenfalls ansässige European Society for eGovernment (ESG), deren Mitglied die Stadt Bonn ist und die sich intensiv mit dem Themenfeld der ”elektronischen Kommunikation” auseinandersetzt, konnte ebenfalls gewonnen werden, das Projekt beratend zu begleiten. In einem ersten Workshop wurden die Ziele und Anforderungen des gemeinsamen Projektes festgelegt – auch der Name der neuen Lösung wurde gefunden: ”Virtuelle Poststelle Basis” (VPS Basis).

Im Hinblick auf die geringe Verbreitung elektronischer Signaturen und die kurzfristige Verfügbarkeit der Lösung soll die VPS Basis möglichst ausbaubar sein. Medienbrüche, die am Anfang noch ausdrücklich akzeptiert (und eingeplant) werden, sollen bei steigenden Nutzungszahlen eliminiert werden können. Dieser erste Schritt auf dem Weg zur medienbruchfreien elektronischen Kommunikation soll in der Wahl des Namens ausgedrückt werden. Bei der Umsetzung der Vorgaben sollen die Handlungsempfehlungen des Arbeitskreises ”Digitales Rathaus” des Deutschen Städtetages zwingend berücksichtigt werden.

Bereits nach kurzer Entwicklungszeit konnte im Rahmen eines Workshops der ESG eine erste Version der ”VPS Basis” vorgestellt werden: In der Rubrik ”Dialog” können die Nutzerinnen und Nutzer von www.bonn.de bereits signierte und verschlüsselte Dokumente und Emails an die zentrale VPS Basis übersenden. Dabei haben die Nutzerinnen und Nutzer die Wahl, ob sie ihre signierten und/oder verschlüsselten Dateien über ein ”Upload-Formular” (via http) oder an eine zentrale E-Mail-Adresse (via smtp) senden. In den ”Kommunikationsregeln” werden zudem die weiteren Voraussetzungen zur elektronischen Kommunikation mit der Verwaltung erläutert. Die in der VPS Basis eingehenden signierten elektronischen Dokumente und E-Mails werden auf ihre Gültigkeit geprüft und mit einem entsprechenden Prüfvermerk auf dem Postweg an die fachlich zuständigen Dienststellen weitergeleitet. Dabei unterstützt die VPS Basis automatisiert die Prozesse

  • der Entschlüsselung und Signaturprüfung,
  • der Erstellung eines ”Prüfberichtes”für die Fachbereiche,
  • der Erstellung eines Antwortschreibens an den Absender (dabei werden die Textempfehlungen des Deutschen Städtetages verwendet) sowie
  • der Archivierung der eingegangen E-Mails und Dokumente.

Die VPS Basis ist damit eine sehr praxisnahe Lösung, um die mit der elektronischen Kommunikation verbundenen Möglichkeiten rechtssicher zu gestalten. Dabei berücksichtigt sie die aktuell eher geringe Verbreitung elektronischer Signaturen, ist einfach handhabbar und bei steigender Nachfrage zu einer ”VPS 1.0” ausbaubar. In ihrer E-Government-Gesamtstrategie verfolgt die Stadt Bonn daneben weiterhin die OSCI-Standardisierungsinitiativen von Bund und Ländern.

..

 

„Das Projekt aus Sicht des Partners 2B Advice“

2B Advice hat sich intensiv mit den Anforderungen und Wünschen der Stadt auseinandergesetzt. Besonders für die Entwicklung war, dass durch die intensive Mitarbeit der Stadt an der Prozessbeschreibung und Spezifikation, die VPS Basis auf die tatsächlichen Anforderungen einer kommunalen Behörde zugeschnitten werden konnte.

Schnell war klar, dass es Ziel sein muss eine Komponente zu entwickeln, die alle Funktionen und Prozesse, die von der Stadt gefordert waren beherrscht, trotzdem leicht bedienbar ist und leicht in die vorhandene Infrastruktur der Stadt integriert werden kann. Es wurden die Prozesse beschrieben, die in einer Behörde bei einer rechtsverbindlichen elektronischen Kommunikation durchlaufen werden. Dabei haben wir insofern dazugelernt, dass wir in anderen Projekten und auch im Rahmen der allgemeinen Diskussion um die Virtuelle Poststelle bisher davon ausgingen, dass eine Integration bis zum Arbeitsplatz des Sachbearbeiters erforderlich ist. Die Gespräche mit der Stadt und der ESG haben aber ergeben, dass die Strategien in den Kommunen in die Richtung gehen, dass Anfragen zentral bearbeitet werden. Daraus ergab sich die Anforderung einer zentralen Komponente, die auch Schnittstellen zu neuen Systemen, wie Bürger Relationship Systemen (z. B. in einem Call-Center) vorsehen sollten. Hinzu kam, dass es keinerlei praktische Erfahrung mit virtuellen Poststellen in der Bundesrepublik gibt. Es gibt weder Erfahrung für welche Verfahren oder Dokumente dieser Kommunikationsweg mit der Verwaltung von der Öffentlichkeit tatsächlich genutzt wird, noch wer oder wie viele diesen Weg nutzen werden. Daraus ergab sich, dass die Art der gesendeten Dokumente nicht durch strukturierte Online-Formulare eingeschränkt werden darf, sondern völlig unstrukturierte Dokumente verarbeitet werden müssen. Weiterhin muss die Lösung im Betrieb berücksichtigen, dass anfänglich ein geringes Transaktionsvolumen zu erwarten ist. Trotzdem muss das System auch einem steigenden Interesse gewachsen und skalierbar sein.

Ziel war es, ein System ähnlich einem Faxgerät zu konzipieren, dass sowohl den Eingang signierter Dateien, als auch signierter E-Mails erlaubt. Durch eine SSL-Verbindung wurde sichergestellt, dass die Dateiuploads verschlüsselt an die Stadt übergeben werden können, ohne dass der Nutzer lokal eine Verschlüsselung durchführen muss. Für E-Mails wird von der Stadt ein Schlüssel bereitgestellt mit dem Emails und Anhänge verschlüsselt an die Stadt übermittelt werden können. Eingehende Dateien werden von der VPS Basis entgegengenommen und der Eingang angezeigt. Die VPS Basis arbeitet als autonomes System im LAN und ist von anderen Systemen unabhängig. Damit ist sie weniger angreifbar. Die Prüfung der Dateien wird geloggt, die Originaldateien werden entsprechend dem Prüfergebnis archiviert und die Ergebnisse und Dokumente ausgedruckt.

Nach dem Eingang und Prüfung der Dateien wird entsprechend den Textvorgaben des Deutschen Städtetages vom System ein personalisierter Brief oder eine E-Mail vorgeschlagen, die um vorgefertigte Textblöcke erweitert oder aber auch individuell ergänzt an den Absender verschickt werden kann. Dort wird, z.B. bei fehlgeschlagener Signaturprüfung dem Anwender das Prüfergebnis schriftlich oder in Textform mitgeteilt und Vorschläge zur Abhilfe gegeben.

Das System wird auf einer speziellen Hardware der 2B Advice mit integriertem Chipkartensystem ausgeliefert. Als Betriebssystem wurde Windows XP Embedded eingesetzt, das speziell für die benötigten Funktionen von dem Microsoft Windows Embedded Partner 2B Advice kompiliert wurde und durch diese Härtung des Betriebssystems die Sicherheit der Komponente maximiert. Trotzdem ist es durch das ”Look and Feel” von Windows möglich, dem Bediener der VPS eine gewohnte Oberfläche zur Verfügung zu stellen und auch der Einsatz von behördenweit vorgeschriebener Software, wie z. B. einem zusätzlichen Virenscanner ist auf dem Windows System möglich.

Zusätzlich werden alle Programmteile und das Betriebssystem durch eine Hardwarekomponente geschützt, die es zu jeder Zeit ermöglicht den Originalzustand der 2B Secure VPS Basis wieder herzustellen. Nach jedem Systemstart wird das System in den Orginalzustand zurückversetzt. Die 2B Secure VPS Basis schützt sich also selber. Bei der Realisierung der VPS Basis wurde auf den gängigen und am ehesten verbreiteten Standard ISISMTT gesetzt. ISIS-MTT ist eine vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit geförderte Spezifikation für elektronische Signaturen, Verschlüsselung und Public-Key-Infrastrukturen, welche die weltweiten Standards für Signaturen und Verschlüsselung zusammenfasst. 2B Advice hat in der Vergangenheit im Auftrag der Teletrust mehrere Standardisierungsprojekte für ISIS-MTT durchgeführt und verfügt insoweit über die entsprechenden Erfahrungen in diesem Bereich. Die VPS Basis wird nun als fertige Lösung auch anderen Kommunen mit allen notwendigen Komponenten und Konzepten zu einem Festpreis zur Verfügung gestellt. Die Weiterentwicklung wird auch in Zukunft in enger Abstimmung und nach den Wünschen der Kommunen bzw. deren Kunden ausgerichtet werden.

Die 2B Advice GmbH aus Bonn ist ein Dienstleister für integrierte, internationale IT-Beratung und bietet mit der Lösungsreihe 2B Secure auch Lösungen für das Identitätsmanagement, IT-Security, eGovernment und sichere Transaktionen an. Die Mitarbeiter sind Praktiker, die auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen können, von der Entwicklung eines kompletten Hochsicherheits-Trustcenters über die nationale und internationale Standardisierung bis zur Kundenberatung und -betreuung. Erfolgreich abgeschlossen internationale Beratungsprojekte bestätigen die Leistungsfähigkeitdes Unternehmens.

2B Advice GmbH, Öffentlichkeitsarbeit, Kölnstraße 103, 53111 Bonn, Tel.: 0228/96397690

info@2b-advice.com

 

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