Fortschreibung des Arbeitsprogramms der ESG e.V. 

 

Im Zuge der Arbeitsplanung für das neue Jahr 2011 hat die ESG e.V. ihr Engagement mit Blick auf die Weiterentwicklung von eGovernment in einem Katalog von Thesen formuliert. Dabei geht es insbesondere um eine verwaltungspolitische Ausrichtung der bisherigen eGovernment-Aktivitäten mit Blick auf die offenkundigen Veränderungen und Bedarfe im öffentlichen und privaten Sektor und dem einhergehenden kulturellen Wandel.

 

Regierung und Verwalten im Zeitalter des Internets

Thesen:

  1. Tradierte Vorstellungen von „regieren“ und “verwalten” passen nicht mehr in eine vernetzte Informationsgesellschaft. Bürger und Unternehmen als konstitutive Elemente der Gesellschaft erwarten von der Verwaltung mehr, als ausschließlich administratives Handel zum ordnungsgemäßen Vollzug von Vorschriften. “eGovernment” als “Business as usual, but online” bleibt weit hinter den Möglichkeiten und Erwartungen zurück. Von Politik und Regierung wird nachhaltiges Planen und Handeln über Wahlperioden hinweg erwartet.
  2. Die Unterscheidung zwischen “klassischer Verwaltungsarbeit” und “eGovernment” ist zunehmend obsolet und hinderlich. Keine der Verwaltungsaufgaben – Planung, Leistungsverwaltung, Eingriffverwaltung, Abgabenverwaltung und Bedarfsverwaltung – ist hinsichtlich ihrer Erfüllungsart heute mehr unabhängig von Technologienutzung und unter einem permanenten Modernisierungsimpetus zu Effizienz- und Effektivitätssteigerung zu betrachten.
  3. Obwohl getrieben durch die sich zunehmend beschleunigende Entwicklung der Technologie und die damit unausweichlich verbundene Herausforderung, geht es bei der Ausformulierung von eGovernment also nicht um technische Themen. Es  geht nicht um die Frage, was man mit der neuen Technik machen kann, sondern um die Frage, was liefert die Technik als Gestaltungspotential zur Befriedigung des sozialen Bedarfs; dies sowohl im Sinne der existentiellen Notwendigkeiten, wie auch im Sinne eines wünschenswerten Komforts.
  4. Der Staat als Solidargemeinschaft auf der Grundlage geltender verfassungsrechtlicher Regelungen steht bei der Ausrichtung auf ein zukunftsorientiertes eGovernment – also auf eine modernisierungsfreundliche Verwaltung einer Informationsgesellschaft – nicht zur Disposition.
  5. Zur Disposition steht eine stagnierende Kultur im Umgang der Verantwortungsträger –Bürger – Politik – Verwaltung – unter sich und miteinander.
  6. Der Beginn des kulturellen Wandels besteht allein schon darin, dass der Wandel als solcher erkannt, ernstgenommen und im Rahmen der zulässigen Grenzen akzeptiert wird. Genauer, es geht um die Einsicht der Notwendigkeit und Bereitschaft zur Zuständigkeitsgrenzen überschreitenden gemeinschaftlichen Gestaltung und Mitwirkung und nicht nur um die Beobachtung des Veränderungsprozesses sowie dem Abwarten, was dabei herauskommt. Wer nicht handelt, der wird behandelt.
  7. Die Veränderung oder gar Auflösung gewohnter Strukturen ist nicht von vornherein negativ im Sinne von Zerstörung des Vorhandenen sondern unter dem Aspekt der Zukunftssicherung staatstragend.
  8. Verwaltung, Regierung und Politik sind kein Überbau über die Bürger mit Top-Down-Regelungsstrukturen, sondern die notwendige Ergänzung für die Dinge, die der Einzelne allein nicht leisten kann, weder für sich selbst, noch im Kontext zu seiner Umgebung. Der neue Modus Operandi von Verwaltungen und Regierungen muss auf einem Verständnis von Vernetzung gründen, welches beim Denken beginnt und weit über Technik hinaus auch Prozesse und neue Formen der Zusammenarbeit umfasst.
  9. Politiker auf allen Ebenen sind heute aufgrund der Komplexität und des Zeitdrucks von Entscheidungsvorlagen kaum in der Lage, sachlich fundierte, eigene Bewertungen vorzunehmen und Entscheidungen zu treffen. Sie liefern sich zunehmend dem Vordenken und den Vorlagen der Verwaltungsstrukturen aus.
  10. Insbesondere auf der Ebene der Lokalpolitik, die ehrenamtlich neben dem Erwerbsberuf wahrgenommen wird, fehlt weitgehend das Wissen und das Verständnis zu den Chancen und Möglichkeiten, die sich aus Government 2.0 oder Open Government ergeben. Soziale Netzwerke, Blogs oder Mikroblogs wie Twitter werden häufig noch als Hype, irrelevant lästiges Übel oder  bestenfalls als widerwillige Zusatzaufgabe betrachtet. Der Bedarf einer verwaltungsunabhängigen Politikberatung ist ein aktuelles über eGovernment hinausreichendes Problem.
  11. Die Erwartung von Transparenz als neuer Maxime des Verwaltungshandelns verändert die Definition des Amtsgeheimnisses. Der Vernetzungsgedanke kollidiert mit dem Dienstweg, Collaboration passt nicht in tradierte Verwaltungsprozesse. Die Verwaltung ist weder organisatorisch, psychologisch noch kulturell oder technisch auf den Veränderungsdruck vorbereitet, der sich gegenwärtig aufbaut.
  12. Der sich aktuell im Internet überwiegend nach Partikularinteressen organisierenden Bürgergesellschaft fehlt größtenteils das Verständnis zu Verwaltungsstrukturen, Zuständigkeiten, Verwaltungsprozessen, Verwaltungsverfahrensgesetzen und gesetzlichen Vorgaben, die das tägliche Verwaltungshandeln in enge Handlungskorridore pressen. Sie gefährdet damit die Chancen einer konstruktiven Partizipation.
  13. Es entwickelt sich eine “Digitale Spaltung 2.0”, in der auf der einen Seite Politik und Verwaltung an überkommenen Denkmustern, Strukturen und Prozessen festhalten und in der auf der anderen Seite eine Vielzahl von “Communities” ohne Kenntnis der Rahmenbedingungen des Verwaltungshandels zum Teil utopische Maximalforderungen aufstellen. Eine “Digitale Spaltung 2.0” muß als Gefährdung einer verläßlichen Entwicklung von eGovernment erkannt und aufgehalten werden.
  14. Auf der Ebene des Bundes und zum Teil der Länder gibt es ein wachsendes Problembewusstsein dazu und erste Ansätze zu Lösungskonzeptionen (siehe z.B. “Nationale E-Government Strategie” oder Regierungsprogramm “Vernetzte und Transparente Verwaltung”). In der Regel werden dabei aber die lokalen und regionalen Gegebenheiten nicht gekannt oder adressiert. Dies ist ein dramatisches Defizit, da sich für Bürger und Unternehmen ca. 80% der alltags-relevanten Verwaltungsbeziehungen eben auf lokaler Ebene abspielen.
  15. Der ESG kann eine Moderationsrolle zur Überwindung dieser “Digitalen Spaltung 2.0” zukommen. Wichtig ist hierbei insbesondere, sich unter dem Aspekt der Leistbarkeit und praktischen Relevanz zunächst auf lokale/regionale Szenarien zu konzentrieren.
  16. Die ESG versteht sich als Übersetzer, Vermittler, Aufklärer und Wissensplattform. Ihr besonderer Vorteil besteht darin, dass sie keiner wirtschaftlichen Betätigung nachgeht, über die notwendige Unabhängigkeit sowie über die erforderlichen Kompetenzen, Erfahrungen und Zugänge verfügt.

 

 

Online-Beteiligungsplattform „Adhocracy“

 

„Die European Society for E-Government begrüßt die Entscheidung des Ältestenrates des Deutschen Bundestages, die Online-Beteiligungsplattform „Adhocracy“ als innovatives Instrument einer breiten Bürgerbeteiligung an der Arbeit der Enquete Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“ des Deutschen Bundestages nutzbar zu machen. Die Politik zeigt hiermit Mut, unsere repräsentative Demokratie durch neue Elemente im Prozess der Meinungsbildung und Entscheidungsvorbereitung zu beleben. Der Arbeit der Enquete Kommission in ihrer ganzen thematischen Breite kommt eine erhebliche Bedeutung in der zukünftigen Ausgestaltung unserer Informationsgesellschaft zu. Ich bitte daher alle Bürgerinnen und Bürger, alle Menschen in Politik, Unternehmen, Verbänden und Verwaltungen, Lehrer, Schüler und Studenten: Nutzen Sie diese Chance, sich einzubringen. Das Experiment „ePartizipation“ kann nur dann erfolgreich sein, wenn sich möglichst viele von uns daran Beteiligen. Auf der Webseite der Beteiligungsplattform unter www.enquetebeteiligung.de heißt es so schön: „aus dem Wutbürger soll der Mutbürger werden“. Diesem Wunsch können wir uns mit Freude anschließen.“
Für den Vorstand der ESG:
Willy Landsberg, Vorsitzender des Vorstands des ESG e.V.

 

 

Nur jedes Tausendste Unternehmen
subreport ist für den wichtigsten Wirtschaftspreis nominiert

 

Köln, 03.02.2011 – Seit November 2010 läuft die Ausschreibung für den bundesweiten Wettbewerb der Oskar-Patzelt-Stiftung „Großer Preis des Mittelstandes“. Er wird 2011 zum 17. Mal vergeben und ist deutschland-weit die begehrteste Wirtschaftsauszeichnung. Jetzt wurde subreport Verlag Schawe GmbH aus Köln für den Preis nominiert. Der Wettbewerb sucht mittelständische Unternehmen, die sich in ihrer Region mit ihrem Umfeld überdurchschnittlich entwickeln. Bewertet werden die Leis-tungen in fünf Wettbewerbskriterien:

  • Gesamtentwicklung des Unternehmens
  • Schaffung bzw. Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen
  • Modernisierung und Innovation
  • Engagement in der Region
  • Service, Kundennähe und Marketing

Bereits die Nominierung zum Wettbewerb qualifiziert ein Unternehmen als unternehmerische Elite in Deutschland. Denn: Der Wettbewerb fragt aus-drücklich nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Erfolgen, nach Beschäfti-gungs- oder Innovationskennziffern, sondern bewertet ein Unternehmen in seiner Verantwortung für die Gesellschaft.
Nur etwa jedes Tausendste Unternehmen in Deutschland wird zum Wettbe-werb nominiert. Barbara Stamm, Landtagspräsidentin des Freistaates Bay-ern: „Wer hier nominiert wurde, hat bereits eine Auszeichnung erster Güte erfahren. Schon die Nominierung weist das Unternehmen in seiner Gesamt-heit und in seiner Rolle innerhalb der Gesellschaft als herausragend aus.“
Für subreport ist die Nominierung schon die siebte Auszeichnung, bereits die erste in diesem Jahr. Geschäftsführerin Edda Peters: „Diese Nominierung ist für uns einmal mehr Bestätigung und Ansporn, noch besser zu werden. Wir, d.h. alle MitarbeiterInnen, sind stolz auf die Nominierung.“

Über subreport

Gegründet 1918, ist subreport heute der führende Marktplatz für Aufträge der öffentlichen Hand – ein Internetportal für alle, die Aufträge vergeben und alle, die diese Aufträge erhalten wollen. Tag für Tag werden ca. 500 neue aktuelle Ausschreibungen – tabellarisch aufbereitet – vor allem per E-Mail oder online von Kunden im Abonnement bezogen. Mit dem Elektronischen Vergabein-formations-System ELViS bietet subreport seit Mai 2001 den kompletten Ver-gabeprozess öffentlicher und gewerblicher Aufträge über das Internet mit digi-taler Signatur und ohne Medienbrüche an. Damit ist subreport der Anbieter mit der längsten Erfolgsgeschichte auf dem Gebiet der elektronischen Verga-be in Deutschland. Seit 2008 gehört subreport offiziell zu den „TOP 100“, den 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen:

Johannes Rother
Produktmanager
subreport
Verlag Schawe GmbH
51101 Köln
Tel.: +49 (0) 221 9 85 78-43
Fax: +49 (0) 221 9 85 78-66
E-Mail: johannes.rother@subreport.de
Internet: www.subreport.de

 

 

Neue Auszeichnung für subreport Verlag Schawe GmbH

Kölner Unternehmerpreis in silber

 

Köln, 04.06.2010 – Vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung hat Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters am 1. Juni den Unternehmerpreis 2010 verliehen. Der Preis honoriert Kölner Unternehmen, die sich durch besondere Innovationsfreude, wirtschaftliche Erfolge und soziales Engagement hervorheben. Nach einer Ehrung durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Mai diesen Jahres ist dies bereits die siebte Auszeichnung für subreport. Geschäftsführerin Edda Peters: „Wir freuen uns über jede Honorierung, als wäre sie die erste. Für ein Kölner Unternehmen mit über 90-jähriger Geschichte allerdings ist dieser Preis natürlich etwas ganz besonderes.“ Gegründet 1918, ist subreport heute der führende Marktplatz für Aufträge der öffentlichen Hand – ein Internetportal für alle, die Aufträge vergeben und alle, die diese Aufträge erhalten wollen.

 

Für Rückfragen und weitere Informationen:

Daniela Hammami
subreport
Verlag Schawe GmbH
51101 Köln
Telefon:         +49 (0) 221 – 9 85 78-28
Telefax:         +49 (0) 221 – 9 85 78-66
E-Mail:           daniela.hammami@subreport.de

 

 

Wo bitte geht´s zur Weltspitze?
Das Projekt Metaportal eVergabe gibt die Richtung vor

 

Die Bundesregierung hat sich viel vorgenommen. Im Jahr 2020 soll das deutsche eGovernment an der Weltspitze stehen. Damit das auch gelingt, wurde das Grund-gesetz geändert und ein IT-Planungsrat gegründet. Er hat die Aufgabe, die Zusam-menarbeit zwischen Bund und Ländern im Bereich IT zentral zu steuern und sie so zu verbessern. Mehr Staat also, mehr Zentralismus, mehr Standardisierung und Einheitlichkeit. Dabei ist es doch gerade die Vielfalt, die Wettbewerb ermöglicht. Die Fortschritt sichert und vor Stillstand schützt. Beispielhaft für einen anderen Kurs zur Spitze steht ein Projekt, an dem subreport aus Köln arbeitet. Thema ist die elektroni-sche Vergabe öffentlicher Aufträge.

eVergabe hat im Vergleich zum Papierverfahren viele Vorteile: Transparenz, Kostenersparnis, Zeitersparnis. Nur dadurch, dass Vergabeunterlagen nicht per Post versandt, sondern elektronisch bereitgestellt werden, spart der Staat mindestens 250 Millionen Euro pro Jahr. Theoretisch. Aber nicht praktisch. Denn eVergabe ist besonders für bundesweit tätige Firmen kaum attraktiv. Ursache ist die ständig steigende Zahl unterschiedlicher Plattformen. Sind es heute schon weit über 40, rechnet man noch dieses Jahr mit mindestens 60. Das bedeutet für Unternehmen: Registrierung an 60 Plattformen, Pflege der eigenen Daten an 60 Plattformen, unterschiedliche Technik, Oberflächen und Geschäftsmodelle.

Es muss also dringend etwas getan werden für die Interessen der Unternehmen. Damit sie eVergabe stärker nutzen. Und Staat und Steuerzahler endlich das Geld sparen, das sie der herkömmliche Papierweg Tag für Tag kostet. Falsch ist jedoch, jetzt nach der ultimativen Lösung zu rufen, nach der staatlich verordneten Standard-plattform. Technologischer Stillstand wäre die unvermeidbare Folge. Viel besser ist, vorhandene und künftige Plattformen über Adapter miteinander zu verbinden. Interoperabilität ist hier das Zauberwort.

Genau das ist der Ansatz von subreport. Einer für alle, eine einzige Oberfläche, mit der man die verschiedenen Plattformen ansteuern und benutzen kann, ohne sich jedes Mal neu darauf einstellen zu müssen. Im Fachjargon: ein interoperabler Multi-Bieter-Client. Der große Vorteil für Unternehmen: Sie registrieren sich einmal, arbei-ten mit einer Oberfläche – und können über diesen zentralen Einstieg ihre Vergabe-unterlagen bei jeder angeschlossenen eVergabe-Plattform bearbeiten.

Einen ersten Schritt in Richtung Adapter ist ein Softwarehaus aus Würzburg schon gegangen. Die AI AG bietet ein Werkzeug an, mit dem Firmen zumindest auf ver-schiedene AI-Vergabeplattformen zugreifen können. subreport geht mit dem Ansatz „Einer für alle“ wesentlich weiter, in dem hier alle vorhandenen und alle künftigen Plattformen miteinander vernetzt werden. Eine einleuchtende Idee – allerdings ans-pruchsvoll in der Realisierung. Denn zunächst müssen die Anbieter von eVergabe-Plattformen von der Idee überzeugt und für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Das ist subreport gelungen. So haben das Beschaffungsamt des Bundesministeriums des Inneren, die cosinex GmbH oder die Healy Hudson GmbH ihre Kooperationen bereits zugesagt. Sicher auch deshalb, weil sie bereits in der Vergangenheit erfolgreiche Projekte auf Initiative von subreport gemeinsam umgesetzt haben. Die einheitliche Ausgestaltung der fortgeschrittenen Signatur im Jahr 2007 ist dafür nur ein Beispiel. Neutraler Projektpartner ist übrigens das Fraunhofer-Institut für offene Kommunikationssysteme FOKUS. FOKUS betreibt ein Labor, in dem innovative interoperable Lösungen entwickelt und getestet werden – ideale Voraussetzungen für das subreport-Projekt „eVergabe – Einer für alle“. Konsens unter den Anbietern, Unterstützung aus der Forschung: Die Zeichen stehen also auf Erfolg. Auch, weil Arbeitsergebnisse anderer Initiativen zur Interoperabilität – wie beispielsweise der XVergabe – mit in das Projekt einge-bunden werden.

Was bedeutet das alles nun für eGovernment in Deutschland? Die Wirtschaft selbst schafft Interoperabilität, wenn der Markt sie fordert. Es bedarf dafür keiner neuen staatlichen Gremien und schon gar keiner Produktstandards. Und weiter: Das subreport-Projekt spart Wirtschaft und Verwaltung viel Geld und Zeit. Es erhält und unterstützt den Wettbewerb. Es hebt die Nachteile einer schon heute zersplitterten Vergabelandschaft auf. Und es ist eine interessante Perspektive für ganz Europa. Daher ist es höchste Zeit, dass solche Initiativen von der Politik flankiert und unterstützt werden. Dann gelingt es wirklich, eGovernment „made in Germany“ an die Weltspitze zu katapultieren.

 

 

Prozessregister als Grundlage der EU-DLR-Umsetzung

 

1.Einleitung

Das übergeordnete Ziel der Dienstleistungsrichtlinie besteht darin, Fortschritte im Hinblick auf einen echten Binnenmarkt für Dienstleistungen zu erreichen, so dass im größten Sektor der europäischen Wirtschaft sowohl die Unternehmen als auch die Verbraucher den vollen Nutzen aus seinen Möglichkeiten ziehen können. Durch die Unterstützung der Entwicklung eines wahrhaft integrierten Binnenmarktes für Dienstleistungen trägt die Richtlinie dazu bei, das beträchtliche Potenzial im Hinblick auf Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen im Dienstleistungssektor in Europa zu realisieren. Aus diesem Grund bildet die Dienstleistungsrichtlinie ein zentrales Element der erneuerten Lissabon-Strategie für Wachstum und Arbeitsplätze. Überdies unterstützt sie durch die Festschreibung der Verwaltungsvereinfachung auch das Programm zur besseren Rechtssetzung.
Um die notwendige Transparenz und damit auch Standardisierung zu erreichen, wird nach Aussage des Projektberichtes des Deutschland-Online-Vorhabens vom 24.09.2008 für die IT-Implemtierung empfohlen, ein Prozessregister als Informations- und Kommunikationsplattform aufzubauen. Im Prozessregister sollen dokumentierte Geschäftsprozesse veröffentlicht und zur weiteren Verwendung zur Verfügung gestellt werden, um damit die Nutzer im Hinblick auf Standardisierung, Wirtschaftlichkeit und Effizienz das Prozessmanagements unterstützen zu können. So soll der Nutzen eines Prozessregisters vor allem durch die

  • Verminderung von Doppelarbeiten sowie durch die
  • Möglichkeit der einheitlichen und konsistenten Beschreibungsstrukturen und damit der Schaffung einer Basis für gegenseitigen Wissensaustausch und kooperative Nutzungsszenarien entstehen.

Im Beitrag wird ein Vorgehensmodell für die effiziente und effektive Entwicklung eines Prozessregister erläutert, das wie bei der Region Hannover Anwendung findet.

 

2. Zweck und Ziel eines Prozessregisters

Die Prozessregisterinhalte sollen -wie ebenfalls in der EU-DLR gefordert- ein kooperatives Prozessmanagement durch die Entwicklung einer ausbalancierten Strategie für folgende Beispiele unterstützen.

  • Organisation: Welche organisatorischen Ansätze erfordert die Umsetzung eines kooperativen Prozessmanagements (zentrale und dezentrale Entscheidungsprozesse, zentrale und dezentrale Organisation/Aufgaben, neue Organisationsmodelle, Vorgehensmodelle zur Einführung von Prozessmanagement etc.)?
  • Recht: Welche rechtlichen Voraussetzungen sind für ein ebenenübergreifes Prozessmanagement zu schaffen?
  • Technik: Welche ganzheitlichen technischen Ansätze (zentral und dezentrale Infrastrukturen und Komponenten, Werkzeuge, Methoden etc) sind für die Umsetzung eines kooperativen Prozessmanagements erforderlich?
  • Wissen: Welche Ansätze des Wissensmanagements sind für die Umsetzung eines kooperativen Prozessmanagement (Prozesswissen, Referenzprozesse, Prozess-Bibiotheken etc) einzusetzen?
  • Change Management: Durch welche Ansätze und Maßnahmen (Schulungskonzepte, E-Learning, Coaching, Information und Kommunikation, etc.) ist der Veränderungsprozess zu unterstützen?

Zweck eines Prozessregister ist die Aufnahme der für die EU – Dienstleistungsrichtlinie relevanten Prozesse in Form eines standardionisierten Prozesssteckbriefes für eine einheitliche Analyse, Modellierung und Dokumentation aktueller Verfahrensabläufe in der öffentlichen Verwaltung (Land, Städte, Kommunen) mit dem Ziel, dass Doppelarbeiten und Zusatzaufwand bei der notwendigen Verwaltungsmodernisierung vermieden werden. Gleichzeitig wird ein verwaltungsspezifischer Wissensspeicher aufgebaut. Durch die im Prozessregister über die SYCAT-Swimlane dokumentierten Referenzprozesse sollen die Synergien und ein kooperatives Prozessmanagement zwischen allen Beteiligten gefördert werden.
Inhaltlich lässt sich das Prozessregister durch folgende 3 Abschnitte strukturieren:

 

1. Prozesskatalog
Der Prozesskatalog liefert einen einheitlichen Rahmen zur Benennung, Abgrenzung und Strukturierung von Verwaltungsprozessen. Der Katalog dient somit der Strukturierung des Untersuchungsraumes und stellt sicher, dass eingestellte Informationen einheitlich erfasst und leicht wieder aufgefunden werden können. Weiterhin werden die Abhängigkeiten zwischen den Einzelprozessen im Sinne der notwendigen Wertschöpfungsnetze erfasst.
2. Referenzprozessinformation
Die Referenzprozessinformationen beinhalten einen allgemeinen Prozesssteckbrief, der wichtige Prozessinformationen und Eigenschaften zusammenfassend darstellt. Weiterhin werden allgemeingültige Ablauf-, Organisations- und Ressourcenbeschreibungen (Referenzprozessmodelle) hinterlegt.
3. Verwaltungsspezifische Prozessinformationen
Die verwaltungsspezifischen Prozessinformationen ergänzen die allgemeingültigen Prozesssteckbriefe und reichern spezifisch die hinterlegten Referenzprozessmodelle um individuelle (dienststellenspezifische) Informationen an. Hierzu gehören konkret verwendete Ressourcen, Arbeitsmittel und spezielle Anforderungen an Unterlagen oder lokale Satzungen, Normen und Verfahrensvorschriften.

 

3. Swimlane-Vorgehensmodell zur Prozessregisterstellung

Für die Entwicklung des Prozessregisters z.B. bei der Region Hannover findet ein methodischer Ansatz Anwendung, der von Prof. Binner bereits Anfang der 80er Jahre unter der Bezeichnung SYCAT (Systematisches CIM-house-Analyse-Tool) entwickelt wurde. Bezugspunkt ist die in Abb.3 erläuterte Swimlane-Darstellung, die heute bei fast allen Prozessmanagement-Tool-Anbietern mit Anwendung findet sowie im Jahr 2002 auch in den USA bei der Entwicklung der Business Prozess Modellierung Notation (BPMN) als Standard der Geschäftsprozessmodellierung durch die Object Management Group (OMG) Vorlage war.
Die Hauptmerkmale des SYCAT- Swimlane basierten Vorgehensmodells sind ebenfalls in Abb.1 genannt. Sie ermöglichen eine systematische Entwicklung der EU-DLR-Prozessregisters durch die Erfüllung der dort genannten Anforderungen und Zielsetzungen bei der Organisations- und Prozessgestaltung. Dies unterstützt durch die Anwendung der ebenfalls gezeigten -miteinander vernetzten- Beschreibungsmodelle die den jeweiligen Hauptmerkmalen zugeordnet sind.

 

Abb. 1 Hauptmerkmale und Beschreibungsmodell des SYCAT-Swimlane Vorgehensmodell

 

 

 

 

 

 

 

 

Weitere, ebenfalls mit erfüllte formale Anforderungen bei der vorgehensmodell- Anwendung im Rahmen der Organisationsentwicklung sind:
Offenheit“ – das heißt Erweiterbarkeit und Veränderbarkeit dieses Ansatzes innerhalb aller Verwaltungsprozesse und Organisationsstrukturen.
Flexibel anwendbar“ – bedeutet die Gültigkeit dieses Ansatzes für alle Branchen und Betriebsgrößen in Wirtschaft, Verwaltung und Dienstleistung.
Einfach in der Anwendung“ – soll heißen für Anwender leicht erlern- und anwendbar bzw. handhabbar.
Human“ – damit ist eine menschengerechte an den Menschen angepasste Vorgehensweise bei der Aufgabenerledigung gemeint.
Gleichgewichtigkeit“ – schreibt vor, dass die zu erledigenden Aufgaben im Gleichgewicht mit der Kompetenz und übertragenden Verantwortung stehen müssen.
Wichtig ist auch die soziale Akzeptanz, bei der die Mitarbeiter das Erreichen der Unternehmensziele unterstützen und am Erfolg partizipieren.
Auch weitere, hier nicht näher ausgeführte formale Anforderungen bzw. Unterziele bei der Prozess- und Wissensmodellierung, werden ebenfalls beachtet. Dies sind beispielsweise Angemessenheit, Transparenz und Sicherheit.

Die Prozesse sind in der Organisationsprozessdarstellung (OPD) rollenbasiert abgebildet. Hierbei kann nach Entscheidungs-, Mitwirkungs- und Ausführungsfunktion unterschieden werden. Die Funktionen (Soll) bzw. Tätigkeiten (Ist) der Prozessbeteiligten werden in Kästchenform innerhalb der Rollenzeitgrafen dargestellt. Der betrachtete Geschäftsprozess ergibt sich dabei zwangsläufig durch die zeitliche und sachlich/logische Ablaufreihenfolge der auszuführenden Prozessfunktionen bzw. Tätigkeiten. Eine beliebige Detaillierung in Haupt-, Neben- und Unterprozesse kann über eine Lupenfunktion vorgenommen werden. Die Verbindung der Prozesse untereinander erfolgt über Prozesskonnektoren. Im gezeigten Referenzprozess (Antragsbearbeitung) wird die Abwicklung eines Antrages durch den Bürger in einer Behörde angefangen beim Eingang über den Sachbearbeiter und Referatsleiter bis zur Rechnungsprüfung und Genehmigung dargestellt. Die Organisationsprozessdarstellung (OPD) ermöglicht die organisatorischen, funktionalen, personellen, technischen informationellen und wertmäßigen Zuordnungen bei der Prozessdurchführung immer in Bezug auf die stattfindenden Prozessaktivitäten (Funktion, Aufgaben, Tätigkeiten, Aktivitäten) durch die Aufgabenträger, das heißt Verwaltungs Mitarbeiter.

Vorteile dieser Prozessdarstellung sind zum Beispiel:

  • Eindeutige und klare grafische Prozessabbildung
  • Frei wählbarer Detaillierungsgrad
  • Aufzeigen von zeitlichen Zusammenhängen der einzelnen Aufgaben
  • Nachvollziehbarkeit der Abläufe
  • Abbildung der Informations- und Arbeitsflüsse
  • Darstellung von Entscheidungen
  • Berücksichtigung hierarchischer Strukturen
  • Zuordnung von Prozessverantwortlichkeit
  • Saubere Schnittstellendarstellung
  • Krankenhausneutrale Ausrichtung
  • Eindeutige Definitionen von Prozessbeginn und -ende
  • Aufzeigen der Kosten-, Zeit- und Qualitätspotenziale
  • Darstellung der Zielvereinbarungen.
  • Zuordnung des Ressourceneinsatz
  • Zuordnung der verwendeten Dokumente und Daten.

Die Anwendung des SYCAT-Swimlane-Ansatzes zur erfolgreichen Organisationsentwicklung führt neben der Erfüllung der genannten sachlichen und formalen Anforderungskomponenten und -eigenschaften gleichzeitig zu einer lernenden Organisation durch den Aufbau eines verwaltungsspezifischen Wissensspeichers.

 

4. Nutzen des Prozessregisters

In idealer Weise lassen sich in Bezug auf die nachfolgend genannten prozessregisterrelevanten Artikel 5, 6,7 und 8 der EU-DLR die dort genannten Anforderungen hinsichtlich der strukturierten Transparenz des Prozesswissens und der kooperativen Prozessmanagementanwendung über das ganzheitliche Vorgehensmodell unter Verwendung der SYCAT- Swimlane-Methode abbilden:

Vereinfachung der Verwaltungsverfahren: (Artikel 5)

  • Die für die EU-DLR-relevanten Prozesse werden identifiziert und benannt
  • Identifizierte Prozesse werden systematisch und strukturell modelliert und beschrieben
  • Über eine kontextbezogene Aufgabenkriterien werden Vereinfachungsmöglichkeiten gefunden und umgesetzt

Informationsversorgung des einheitlichen Ansprechpartners: (Artikel 6)

  • Alle an einem Prozess beteiligten Akteure bzw. Rollen werden identifiziert
  • Der Prozessablauf und der Informationsfluss wird zwischen den Akteuren erfasst
  • Informationen zu Akteuren, erforderlichen Dokumenten sowie den Vor- und Nachbedingungen werden einheitlich dokumentiert und dem EAP zur Verfügung gestellt

Informationsverpflichtung (Artikel 7)

  • Die bereitzustellenden Informationen werden prozessorientiert aufbereitet
  • Es wird ein prozessorientiertes elektronisches Wissensmanagementsystem aufgebaut und allen Beteiligten zu Verfügung gestellt

Einführung der elektronischen Verfahrensabwicklung (Artikel 8 )

  • Der aktuelle technische Reifegrad der IT-Unterstützung wird erfasst (Bestandsaufnahme).
  • Technische, organisatorische und rechtliche Hemmnisse zur durchgängigen Prozessunterstützung werden identifiziert
  • Technische, organisatorische und rechtliche Handlungsempfehlungen zur Soll-Konzeption werden abgeleitet

Da die EU-DLR-relevanten Prozesse innerhalb des Prozessregisters systematisch und strukturiert abgebildet sind, stehen sie allen Beteiligten zur Qualifizierung zur Verfügung. Über eine Standardisierung dieser Prozesse ist die Übertragbarkeit auch bei anderen Akteuren, die sich mit der Umsetzung der EU-DLR beschäftigen, gesichert. Für sie bedeutet es eine wesentliche Erleichterung auf diese Prozesse im Prozessregister zurückgreifen zu können. Das dadurch geschaffene einheitliche Prozessverständnis und die erprobten Optimierungsansätze können dann auch bei allen über die EU-DLR hinausgehenden Verwaltungsprozesse in gleicher Weise Anwendung finden.

 

5. Literaturverzeichnis

Binner, H.F.: Handbuch der prozessorientierten Arbeitsorganisation. 3. Auflage. Carl Hanser Verlag München Wien 2008. Copyright REFA Bundesverband e. V. Darmstadt. 1035 Seiten (broschiert, Preis: 49,90 Euro). ISBN 3-446-40395-7.
Binner, Hartmut F.: Managementleitfaden „Auf dem Weg zur Spitzenleistung“, 1. Auflage, Carl Hanser-Verlag, München Wien. November 2005. Copyright REFA Bundesverband e. V. Darmstadt. 267 Seiten (broschiert, Preis: 42,90 Euro). ISBN 3-446-40481-3
Binner, H. F.: Pragmatisches Wissensmanagement – Systematische Steigerung des intellektuellen Kapitals. 1. Auflage, Carl Hanser Verlag 2007. 896 Seiten (broschiert, Preis: 49,90 Euro). ISBN 978-3-446-41377-1

 

PROF. BINNER AKADEMIE
Schützenallee 1, 30519 Hannover,
Telefon (0511) 84 86 48-120, Telefax (0511) 84 86 48-999,
eMail: info@pbaka.de, Internet: www.prof-binner-akademie.de
Akademieleiter: Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner, Dr. Binner CIM-House GmbH,
Hannover HRB 54557, UST-ID: DE 16 747 7433

 

 

 

One-Stop-Government – warum und wie?

Kommunaltag diskutiert Ziele und Strategien

 

(BS/Elisabeth Slapio*) Zum dritten Mal fand Mitte September im Rahmen der DMS Expo, Europas größter Messe für elektronische Vorgangsbearbeitung, die zweitägige Vortrags- und Diskussionsreihe “Kommunaltag” der European Society for eGovernment e. V. (ESG), der Industrie- und Handelskammer zu Köln und der Koelnmesse statt. “Praxistag für Kommunen“ und der “Tag der Wertschöpfung für Wirtschaft und Verwaltung“ boten ein kompaktes Angebot für öffentliche Verwaltung und Unternehmen zu Fragen der Umsetzung von One-Stop-Government-Strategien.

 

Auch wenn 117 Tage vor der Umsetzung der europäischen Dienstleis-tungsrichtlinie (EU-DLR) keine spektakulären Ergebnisse zu erwarteten waren, so konnten die Veranstalter am Ende des Kongresses doch eine positive Bilanz ziehen, was insbesondere den Referenten zu verdanken war, die praxisnah den aktuellen Stand der One-Stop-Government-Bemühungen in Deutschland und in Europa präsentierten.

Einiges erreicht – aber noch viel zu tun

Der “Praxistag für Kommunen“ machte deutlich, dass Deutschland im Rahmen der Lissabon-Strategie noch zahlreiche Anstrengungen zeigen muss, um sich als dynamischer Wirtschaftsstandort zu etablieren. One-Stop-Government als Leitschnur für die neue Verwaltung hat durch die EU-DLR neue Impulse erhalten. Auch wenn die öffentliche Verwaltung Deutschlands weltweit zu einer der zuverlässigsten und leistungsfähigsten gezählt wird, hatte sie sich in den letzten Jahren einem hohen Reformdruck zu stellen. Ausgelöst durch eine Vielzahl in- und externer Ursachen, zu denen neben gesellschaftlichem Wertewandel und demographischen Veränderungen vor allem auch der Technologiefortschritt und die finanzwirtschaftliche Krise zählen, haben Mängel im Verhältnis der öffentlichen Verwaltung zu ihren Kunden ebenso wie Abstimmungsprobleme zwischen Politik und Verwaltung den Zwang zur technischen Modernisierung verstärkt.
Zwar habe es in den vergangenen Jahren nicht an Energie gemangelt, sich mit den neuen Organisationsmodellen und Analysen dem Ziel einer leistungsstarken und bürgerorientierten, flexiblen öffentlichen Verwaltung zu nähern, wie Prof. Dr. Klaus Lenk beschrieb. Dennoch müsse festgestellt werden, dass es bei der Vielzahl der durch Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse in vielen Fällen an einer konkreten handlungsorientierten Aufbereitung fehle. Vorgehensmodelle, spezifizierte Handlungsanleitungen und spürbare Vereinfachung stellten Herausforderungen dar, die noch nicht gelöst seien.

Synergieeffekte mit Behördenrufnummer 115?

Ob die Erfahrungen aus der Umsetzung der einheitlichen Behördenrufnummer 115 eine gute Grundlage für die Implementierung des EA im Rahmen der EU-DLR sein können, bleibt nach Ansicht von Ulf Steinmetz, Stadt Köln, abzuwarten. Köln habe seit 2003 ein serviceorientiertes Call Center in Betrieb genommen. Die Erfahrungen mit einer möglichst umfassenden und abschließenden Bedienung im Frontofficebereich würden im Wege der interkommunalen Kooperation mit Bonn (seit 2005) und Leverkusen (seit 2007) weiter-entwickelt. Rund 85 Prozent der angenommnen Anrufe würden dabei derzeit direkt abschließend bedient.
Viele Kommunen können bereits auf Erfahrungen der Effizienz-steigerung in der öffentlichen Verwaltung durch den Einsatz von Portalen zurückgreifen. Verwaltungsportale lassen bereits jetzt technisch zu, vorhandene Verwaltungsangebote verschiedener Dienststellen und deren Prozesse zu bündeln und neu zusammenzustellen. Portale eröffnen Freiräume für eine Neugestaltung der Verwaltung und ihrer Prozess- und Wertschöpfungsketten.
Die Vielzahl von Methoden und Werkzeugen zur Umsetzung der EU-DLR lasse hoffen, dass sich über die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Strategien für die Zukunft praxisnahe Handlungsumsetzungen ermöglichen werden, wie es Willy Landsberg, Vorsitzender des ESG e. V., im Fazit des ersten Tages formulierte.

Wofür die EU-DLR umsetzen?

Roter Faden des “Tages der Wertschöpfung für Wirtschaft und Verwaltung“ war die Erkenntnis, dass zwar viele europäische Länder die Umsetzung der EU-DLR als Impuls für Verwaltungsreformen nutzen. Fraglich ist aber, ob 117 Tage vor dem Ziel klar ist, wofür der enorme Aufwand betrieben wird. Erneut zeigt Deutschland, das schon im E-Government-Benchmark nicht besonders gut abgeschnitten hat, dass es bei der Umsetzung der EU-DLR nicht an der Spitze der europäischen Länder steht. Wenngleich föderalistische Strukturen und die Größe die Situation erschweren, ist das Ergebnis nach 15 Wochen vor Jahresende enttäuschend.
Sehr deutlich beschrieb Frank Platthoff, Finanzministerium Schleswig-Holstein, dass es bei der Umsetzung der EU-DLR für das Land Schleswig-Holstein nicht am Bewusstsein auf politischer Ebene fehlt. Gleichzeitig klagen nahezu alle Verantwortlichen für die Implementierung des EA über mangelnde Unterstützung, fehlende Ressourcen und unzureichende Budgets.
Deutlich forderte Dr. Oliver Ziehm, CSC Deutschland GmbH, die EU-DLR zu Zeiten der Wirtschaftskrise als hervorragende Chance zu nutzen, nicht nur gesetzlich Barrieren zu reduzieren, sondern Wachstum zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen. Hierzu müsse allerdings klar sein, dass die bislang sehr technisch getriebene Frage der Einführung des EA erschreckende Defizite aufweise. So fehle es in nahezu allen Bereichen an einer aktiven Wirtschaftspolitik, die neben neuen Strategien auch einer klaren Definition einer Zielgruppe des EA bedürfe.
Den deutschen Beteiligten ist offensichtlich nicht klar, dass es bei einem Wettbewerb von über 100 EAs in Europa künftig darauf ankommen wird, den Unternehmer zu überzeugen, die eigene Region zu vermarkten. Die Fokussierung auf Verwaltungsreform und -modernisierung vernachlässigt die Entwicklung eines tragbaren Geschäftsmodells.
Nicht nur die Wirtschaft muss sich verwundert zeigen, dass Kooperationsmodelle, an denen die Wirtschaftskammern hohes Interesse zeigen, von kommunalen Spitzenverbänden nur zögerlich angenommen wurden. So sind in Nordrhein-Westfalen die technischen Beschreibungen in Dokumente gemeinschaftlicher Arbeitsgruppen eingeflossen, von denen sich kurz vor der Umsetzung der EU-DLR ausgerechnet die kommunalen Spitzenverbände dis-tanziert haben.
Dennoch kann der EA in den Kommunen umgesetzt werden, wie Sabine Möwes, EU-DLR-Projektleiterin der Stadt Köln, demonstrierte. In einem schlanken und zugleich kooperativen Modell habe sich Köln zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit den örtlichen Wirtschaftskammern die wenig fruchtbare Diskussion hinter sich zu lassen und optimale Dienstleistungen für Bürger und Wirtschaft anzubieten.
Das an den Lebenslagen des Unternehmens orientierte Umsetzungsmodell lässt hoffen, dass die Kölner mit ihrer pragmatischen Vorgehensweise ein Modell auf den Weg bringen, das dem Oberziel der Wirtschaftsförderung endlich Schwung verleiht.
Ein Vergabeportal, das Raymund Witte, NetCologne, vorstellte und Beispielfälle wie aus der T-City Friedrichshafen von Gabriele Kottula, T-Systems Projektleiterin T-City, und Michael Meyer-Schaudwet, ebenfalls T-Systems, rundeten den zweiten Tag ab.

*Elisabeth Slapio ist Geschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer zu Köln.

 

 

 

VORSCHAU AUF DIE DMS 2009 (Willy Landsberg, ESG e.V.)

 

Umsetzung der EU – Dienstleistungsrichtlinie – Bürgertelefon D 115 – ONE-STOPGOVERNMENT – das sind die aktuellen Schlagworte der Veränderung in Folge der Anwendungsentwicklung und Nutzenerwartung der Informationstechnologie für Bürger, Wirtschaft und Verwaltung. Damit ist der Rahmen der Themen und Diskussionen für die diesjährige  Begleitveranstaltung der DMS abgesteckt.

Gemeinsam mit der ESG e. V. und der IHK zu Köln veranstaltet die Koelnmesse, gestützt auf die positiven Erfahrungen des Kommunaltages der DMS des Vorjahres, am 16./17. September 2009 einen diesmal zweitägigen Fachkongress. Während 2008 die operative Umsetzung der EU-DLR zur Halbzeit des vorgesehenen Zeitrahmens zum Schwerpunkt hatte, wird der diesjährige Kongress thematisch breiter angelegt. Der Kommunaltag bleibt in seiner Struktur erhalten, der zweite Tag widmet sich insbesondere dem Blick auf die zukünftige Entwicklung der Verwaltung aus der Sicht von Bürger und Wirtschaft und deren Erwartungen. Die Botschaft beider Tage zusammengenommen soll eine Perspektive des Generalthemas ONE – STOP –  GOVERNMENT in der Zukunft geben. Dabei geht es nicht nur um eine Vision, sondern um verlässliche Einsichten, die den Akteuren von Wirtschaft und Verwaltung in der Praxis belastbare Grundlagen beschreiben. So wird eine möglichst große Sicherheit für deren Strategien der Entwicklung und damit ihrer Investitionen sichergestellt.

Die aktuelle Situation leidet einerseits daran, dass die präsumtiven Kunden der Verwaltung bezüglich ihrer Bedürfnisse und Erwartungen nicht im ausreichenden Umfang eingebunden sind und andererseits sich der private Sektor nicht von sich aus mit seinen Erwartungen in die Gestaltung einbringt. Es besteht die Gefahr, dass durch eine falsche Nutzenvermutung Lösungen geschaffen werden, die vom Markt nicht angenommen werden. Diese gilt es zu verhindern. Daher wird parallel zur DMS EXPO ein Mix aus Vorträgen und Diskussionen angeboten, der den Kongressteilnehmern Gelegenheit gibt, sich mit den aus ihrer Sicht wichtigen Fragen und Anregungen einzubringen. Die Themen werden in Expertenworkshops intensiv vorbereitet.

Ziel der beiden Kongresstage ist, auf notwendige Veränderungen in der Verwaltung nicht nur zu reagieren, sondern Veränderungen gezielt steuern zu können, um divergierende Entwicklungen und übermäßigen oder parallelen Einsatz von Ressourcen zu verhindern. Warum?

Die Verwaltung verändert und bewegt sich ständig. Das macht sie mindestens aus drei Gründen:

  1. aus der internen Not, mit abnehmenden Ressourcen – Personal und Geld – bei gleichbleibender Aufgabenfülle fertig zu werden;
  2. auf den Druck neuer bisher nicht bekannter und extern vorgegebener Herausforderungen (z.B. EU-DLR, D 115) wie auch immer reagieren zu müssen;
  3. als ein Glied in einer Prozesskette unterschiedlichster Lebenssituationen sich auf die Anforderungen einer veränderten Umwelt einzustellen. Das sind objektive und subjektive veränderte Rahmenbedingungen prinzipieller Art, wie Paradigmenwechsel im Umgang miteinander (Bringschuld versus Holschuld) oder Folgen der technologischen Entwicklung.

Die zuletzt genannte Art der Veränderung betrifft nicht nur die klassische Trennung zwischen Bürger und Wirtschaft einerseits gegenüber der Verwaltung, sondern auch die Verwaltungen untereinander. Gemeint ist der grundsätzliche Weg der Abkehr vom Zuständigkeitsdenken zu vernetzten Kooperationen; auf mittlere Sicht wird es nicht als ungewöhnlich empfunden werden, wenn vor- und nachgeordnete Behörden sich eines gemeinsamen Dienstleisters bedienen. Die Prozesse der Anwendungsbereiche der EU-DLR haben hier Pilotfunktion.
Die Diskussion über die Umsetzung der EU-DLR und da insbesondere die Streite über die Verortung des einheitlichen Ansprechpartners (EAP) haben den Blick auf die ursprüngliche Intention der Richtlinie verstellt. Ziel der Initiatoren der Richtlinie war es, am Beispiel der EU-DLR und der damit verbundenen Geschäftsprozesse ein Signal für ein zukünftiges eGovernment zu setzen. Das begründet sich aus der Pflicht zur Fähigkeit, die Abwicklung der Kommunikation zwischen den Beteiligten elektronisch wahrnehmen zu können. Das führt zwangsläufig zu der Überlegung, sich die Strategie für ein zukünftiges ONE-STOP-GOVERNMENT zu vergegenwärtigen. Die für die Umsetzung der Richtlinie entwickelten Strukturen  müssen z. B. aus der Sicht einer Kommunalverwaltung auf das gesamte Aufgabenspektrum ausgerollt werden können, um elektronische Parallelwelten zu verhindern.

Das Projekt Bürgertelefon D 115 führt zu einem weiteren Schwerpunkt zukünftiger Veränderung. Im Mittelpunkt stehen die Bürgerfreundlichkeit der öffentlichen Verwaltung und die Anwenderfreundlichkeit ihrer Instrumente auf der Basis eines Leistungsversprechens. Dieses Projekt hat instrumentelle Überschneidungen mit der Umsetzung der EU-DLR. Für beide Aufgaben wird u. a. ein einheitliches Wissensmanagement benötigt. Das gilt für die fachbezogenen  Inhalte  ebenso wie für die rechtliche Verbindlichkeit und Vollständigkeit. Das gelingt aber nur auf der Grundlage einer engen Stand heute noch nicht verabredeten Kooperation der Entwickler. Wenngleich D 115 in der ersten Stufe auf den Zugangskanal Telefon angelegt ist, kommt die Verwaltung nicht daran vorbei zu klären, welcher Kanal favorisiert werden soll, d. h. wo der Primat zwischen Sprachkommunikation, elektronischer Kommunikation und konventioneller Post liegt.

Bei den Kommunikationsgewohnheiten des privaten Sektors (Hotel- und Reisebuchung, eBanking, ePayment, Steuererklärung, Dokumentenaustausch mit der Justiz, Tickets aller Art etc.) wird sich die Kommunikation mit dem öffentlichen Sektor bei der heute weitverbreiteten technischen Ausstattung zunehmend auf die eKommunikation verlagern. Das bedeutet nicht, dass auf das Mehrkanalprinzip verzichtet werden kann und darf.

Aus technischer Sicht bedeutet ONE-STOP-GOVERNMENT, dass alle Beteiligten zukünftig alles gleichermaßen beherrschen müssen. Dabei müssen sie auf die Wahlfreiheit bei der Benutzung der Instrumente aus Kundensicht eingestellt sein. In diesem Zusammenhang hat die Umsetzung der EU-DLR den Vorzug, dass die zukünftige Infrastruktur in einem ausgewählten Sektor erprobt werden kann.

Die hier holzschnittartig aufgeführte Entwicklung führt zu einem zentralen Punkt der Realisierung. Die neuen Strukturen funktionieren nur, wenn die Instrumente aus  Sicht der Anwender vertrauenswürdig sind und dies auch für die beteiligten Institutionen gilt. Daraus ergibt sich das für den öffentlichen Sektor ungewohnte Phänomen, dass ein Marketingkonzept entwickelt werden muss, um dieses Vertrauen zu erwerben und zu pflegen, während er bisher mehr gewohnt war, anzuordnen. Bei der Einrichtung der EAP’s ist dies von zentraler Bedeutung, weil für diese bisher nicht gewohnte Einrichtung die gesetzliche Regelung der Verortung allein nicht ausreicht, um dieses Vertrauen zu erzeugen. Außerdem gibt es für den EAP in seiner Rolle als Moderator und „Kümmerer“ keine Benutzungspflicht.
Die Agenda der Vortragsthemen für den Kongress wird nach dem aktuellen Stand der Planung folgende Themen umfassen:

 

1.Tag  Kommunaltag

  • Umfassender Service für Bürger und Wirtschaft
  • Praxisbericht aus einer Stadt und einem Land
  • Elektronische Kommunikation
  • Grundlagen und Regeln einer vertrauenswürdigen, sicheren rechtskonformen Lösung
  • Der Gewinn von Synergien und die  Vermeidung von Redundanzen durch Koordination von EU-DLR und D 115
  • Bürgerportale
  • Das Projekt D 115 –  erste Erfahrungen und Perspektiven –                    

 

2. Tag Kommunikative Verwaltung der Zukunft

  • Wirtschaftsorientierte Umsetzung der EU-DLR
  • Erwartungen und Anforderungen der Wirtschaft
  • Neue Kooperationen einer vernetzten Verwaltung
  • organisatorische und rechtliche Grundlagen
  • Die Verwaltung der Zukunft wird eine andere sein
  • Government Perspektiven des Bundes

 

Das ist ein erster Überblick über die Themen, die behandelt werden sollen. Die Agenda der Einzelvorträge und die Modalitäten zur Anmeldung der Teilnehmer wird in Kürze veröffentlicht; Veranstaltungsort ist wieder das Kongresszentrum der Koelnmesse.

 

 

Wir sind soweit ! ?

 

Bei einer kalendarischen Betrachtung der Umsetzung der EU-DLR befinden wir uns in der Schlussrunde. Anwendungen, die Anfang Januar eines Jahres in die Praxis ausgerollt werden sollen, müssen Anfang Dezember als konsolidiertes Produkt zur Verfügung stehen. Dann wird nicht mehr entwickelt sondern das beteiligte Personal eingewiesen, unter Lifebedingungen geschult und die Werbung geschaltet. Das ist die Normalität von Industrieprodukten und Produkten der Dienstleistungswirtschaft. Gleichwohl stehen nach einer zweijährigen Diskussion über die Verortung des EAP mit dem Ergebnis bundesweit unterschiedlichster Lösungen heute noch wichtige Antworten auf unternehmerische Fragesellungen aus:

  • Worin liegt aus der Sicht der mittelständischen Wirtschaft generell der Mehrwert durch die Inanspruchnahme des EAP ?
  • Worin besteht ein darüber hinausgehender Mehrwert aus der speziellen Verortung des EAP (z.B. Kommunen)?
  • Wie sehen die Marketingkonzepte der EAP’s aus ? (Es gibt keinen Benutzungszwang, der zur Refinanzierung der Aufwendungen führt.)
  • Wie wird der Start organisiert, da mit hoher Wahrscheinlichkeit die möglichen Kunden zunächst konventionell und nicht elektronisch auftreten werden?

Das leitet über auf ein weiteres aktuelles Thema: ONE STOP GOVERNMENT. Mit dem sektoralen Ausschnitt der EU-DLR behafteten Geschäftsprozesse wird eine Infrastruktur geschaffen, die auf mittlere Sicht generell Anwendung finden soll. Das ist eine große Herausforderung mit Blick auf die Vollständigkeit und die viel weiter gefassten Benutzerschichten. Es dürfen sich keine elektronischen Parallelwelten entwickeln. Eine dritte Baustelle ist D 115, dessen Ziele und  Wirkung in einem engen Zusammenhang mit den vorgenannten Themen stehen. Für alle zusammengenommen gilt, dass Bündelungseffekte initiiert werden können, die zu ressourcensparenden und zügigen Standardisierungen führen. Dabei geht es nicht nur um die Inhalte der Anwendungen sondern auch um die Gestaltungspotentiale, damit der erzielbare Nutzen nicht durch die Struktur des handwerklichen Umgangs mit dem System behindert wird.
Mit diesen Anmerkungen ist der Arbeitsplan der ESG e.V. für 2009  umschrieben. Zwei aktuell Wokshops werden sich mit den Themen befassen:

  • „Wirtschaftsorientierte Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie“ und
  • Synergien und Vermeidung von Redundanzen durch Koordination von EU-DLR“ und. D 115

Im Zusammenhang mit der DMS im September in Köln wird es einen zweitägigen Kongress geben, mit dem inzwischen etablierten Kommunaltag und dem Generalthema – Rahmenbedingungen und Nutzen von ONE STOP GOVERNMENT für die Wirtschaft, die Verwaltung und die Bürger.

 

 

EU Dienstleistungsrichtlinie – Wie machen es eigentlich die anderen?

CSC-Studie zur Dienstleistungsrichtlinie in den EU-Mitgliedsstaaten

 

Montag 30. März 2009

 

 

Management Summary

  • CSC hat Interviews in allen EU-Mitgliedsstaaten (EU-MS) geführt
  • Die EU-DLR-Projekte in den verschiedenen Mitgliedsländern unterscheiden sich teilweise deutlich:
    • In den bestehenden Voraussetzungen bzgl. der Möglichkeit der Online-Gewerbe-Anmeldung
    • In der Organisation der Verantwortung für die Umsetzung
    • Im IT-technischen Ansatz
    • Stand der Umsetzung auf den jeweiligen Ebenen
  • Die meisten EU-MS nutzen die EU-Dienstleistungsrichtlinie zur Modernisierung der Verwaltung
  • In vielen Ländern besteht die Sorge, dass sich betrügerische Unternehmen unkontrolliert Marktzugang verschaffen können.
  • In keinem anderen Land in der EU ist die Schaffung eines Einheitlichen Ansprechpartners so kompliziert wie in Deutschland mit seiner Föderalen Struktur.

Neugierig? Der vollständige Foliensatz zur Studie lässt sich hier herunterladen.

 

 

Praxistag Kommunen

Dienstag 09. September 2008, Kölnmesse

 

Das ewige Suchen nach Mails und Unterlagen hat ein Ende: am 9. September 2008! Dann nämlich öffnet die weltweit größte Veranstaltung für das elektronische, computergestützte Management von Dokumenten, Akten und Informationen aller Art für drei Tage ihre Kölner Tore. Die DMS setzt Maßstäbe, wenn es um die steuerlichrechtlich sichere Langzeitarchivierung geht, um die Ablage und das Wiederfinden von Dokumenten, Daten und Informationen oder um die Erstellung umfangreicher und/oder technischer Dokumentationen. Nirgendwo sonst auf der Welt stehen Ihnen an einem Platz rund 400 Aussteller mit Rat und Tat zur Seite und haben Lösungen, die garantiert für eine deutliche Beschleunigung Ihrer Geschäftsprozesse sorgen. Lesen Sie unter DMS in der Praxis, welche Verbesserungs möglichkeiten auch in Ihrer Branche mit dem Einsatz von DMS-Lösungen zu erzielen sind.
Alternativ können Sie natürlich auch an 400 Tagen je einen Aussteller persönlich aufsuchen oder 400 Termine bei Ihnen im Büro vereinbaren. Oder Sie kommen zwei Tage nach Köln, diskutieren bei einer ca. einstündigen Messeführung mit unseren auf DMS spezialisierten Unternehmensberatern und sprechen anschließend mit den für Sie interessanten Anbietern. Eine bessere und günstigere Möglichkeit werden Sie nicht finden!

 

 

Die einheitliche Anlaufstelle

Neues Konzept für Bürger und Wirtschaft

 

Im Rahmen des von der ESG e. V. gemeinsam mit d-NRW durchgeführten Projektes „Informationsbüro“ ist im Zuge der Begleitforschung das Gutachten „Konzeption einer einheitlichen Anlaufstelle für Bürger und Wirtschaft“ (Autorin:Britta Brisch, Rechtsanwältin) erstellt worden. Mit Blick auf die bevorstehende Umsetzung der EU-DLR soll der nachfolgende Hinweis zum Studium des Gutachtens anregen.

Am Anfang der E-Government-Diskussion in Deutschland stand die Frage nach dem Bürokratieabbau. Später fächerte sich die Diskussion in einzelne Themengebiete auf. Dabei wurden ausführlich Fragen der Vernetzung von E-Government erörtert, ebenso wie Kooperationen bei Erstellung und Vertrieb von Verwaltungsleistungen. Nicht zuletzt wurde im Rahmen der Debatte die Arbeit öffentlicher Verwaltung in Frage gestellt. Diskussionsmodelle beinhalteten Dienstleistungszentren, Bürgerbüros und Ansprechstellen für Bürger und Wirtschaft. Begleitet wurde die Diskussion von der Erörterung zahlreicher Rechtsfragen, wie der Notwendigkeit eines E-Government-Gesetzes und der Anpassung von Verwaltungsverfahren. Geprägt wurde die Diskussion von Fragen im Zusammenhang mit dem Einsatz moderner Informationstechnologie (IT). So war eines der zentralen Themen die Standardisierung und Abstimmung des IT-Bedarfs. Augenfällig standen interne Erwägungen im Mittelpunkt. Dies ist nicht zuletzt mit Blick auf den Ausgangspunkt, die Entbürokratisierung, wenig verwunderlich. Wirtschaftsprozesse indes wurden eher vernachlässigt. Die Wirtschaft spielte in den Erwägungen nur dann eine Rolle, wenn Fragen der technischen Umsetzung, Finanzierung, oder Kooperation in PPP-Projekten Diskussionsgegenstand war. Schon aus der Heterogenität der Wirtschaftsprozesse folgt, warum die Wirtschaft nur selten an der Entwicklung von E-Government-Prozessen beteiligt war. Wirtschaftsprozesse spielen sich auf einer Vielzahl von Ebenen ab, von der internationalen über die europäische, nationale, regionale bis hin zur lokalen Ebene. So müssen wirtschaftsnahe E-Government-Projekte neue modulare Schnittstellen schaffen, um im differenzierten Wirtschaftshandeln die erforderliche Unterstützung zu ermöglichen. Hier knüpft das nunmehr vorliegende Konzept einer einheitlichen Anlaufstelle an. Bislang wurde die Ansiedlung von einheitlichen Ansprechpartnern (EAP) im Sinne der EU-Dienstleistungsrichtlinie an verschiedenen Stellen, je nach Lebenslage, diskutiert. Unter dem Schlagwort „Kooperationsmodell“ sollten diese miteinander kooperieren. Der hier vorgestellte Entwurf indes greift die Erkenntnisse des Kooperationsmodells auf und entwickelt es in einem integrativen Konzept weiter. Das daraus entstehende Integrationsmodell setzt eine Ebene vor dem einheitlichen Ansprechpartner bzw. den einheitlichen Ansprechpartnern an. Es schafft so eine übergeordnete, tatsächlich einheitliche Ebene des Zugangs. Denn das Integrationsmodell umfasst die einheitlichen Ansprechpartner ohne Rücksicht darauf, an welcher Stelle sie angesiedelt sind, indem die Ebene der einheitlichen Anlaufstelle (EAS) vorgeschaltet wird. Der Zugang zum für die jeweilige Lebenslage zuständigen einheitlichen Ansprechpartner wird vereinheitlicht. So ist die einheitliche Anlaufstelle unabhängig von der jeweiligen Lebenslage. Aus der Sicht von Bürger und Wirtschaft besteht die zentrale Innovation des hier vorgeschlagenen Konzepts also darin, dass der Zugang allein auf die einheitliche Anlaufstelle reduziert wird. Legt man den Entwurf der einheitlichen Anlaufstelle zugrunde, so wird deutlich, dass die Diskussion der EU-Dienstleistungsrichtlinie zu eng geführt wurde. Ein einheitlicher Ansprechpartner genügt nicht der Vorstellung eines integrativen Modells. So kann, unabhängig von der Fachzuständigkeit, eine einheitliche Anlaufstelle tätig werden, deren Funktion es ist, durch eine zentrale Zuständigkeitsprüfung den für die jeweilige Lebenslage zuständigen einheitlichen Ansprechpartner zu ermitteln. Deren fachliche Zuständigkeiten, indes, bleiben im Rahmen der aktuellen Rechtslage ausdrücklich unberührt. So werden im Integrationsmodell der einheitlichen Anlaufstelle die zentralen Forderungen der vernetzten Verwaltung wie auch der Dienstleistungsrichtlinie verwirklicht. Die vorgelagerte Ebene integriert die gesetzlich festgelegten Zuständigkeiten und schafft gleichzeitig die Möglichkeit einer effektiven Problemlösung für Bürger und Wirtschaft. Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass im Rahmen des Integrationsmodells der einheitliche Ansprechpartner im Sinne der EU-Dienstleistungsrichtlinie Teilbereich der einheitlichen Anlaufstelle ist. Nunmehr bleibt zu entscheiden, ob und dass Bund, Land oder auch Kommunalverwaltungen gleichermaßen einheitlicher Ansprechpartner und einheitliche Anlaufstelle sein können. Das vollständige Gutachten steht unter: www.egovernmentplattform.de zur Verfügung.

 

 

E-Government – Vision und Baustelle

Fachtagung Verwaltungsinformatik 2008

 

Elektronische Signatur, elektronische Archivierung, elektronische Patientenakte, mobile Bürgerdienste: wo steht E-Government heute? Während in der Vergangenheit zunächst E-Government als neuer Ansatz in der Theorie und diversen Pilotprojekten betrachtet wurde, steht heute die optimierte Umsetzung und Weiterentwicklung im Fokus der Diskussion. Wie kann die Akzeptanz der Nutzer gesteigert werden, wie wird die heterogene IT-Ausstattung von Behörden, Unternehmen sowie von Bürgerinnen und Bürgern angemessen berücksichtigt? Welche Bedeutung haben Shared Services und welche Möglichkeiten ergeben sich aus gemeinsamen Projekten von Verwaltung und Wirtschaft? Wie reagiert die öffentliche Verwaltung auf den demographischen Wandel?

Die Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI) 2008 wird die Herausforderungen der Gegenwart („Baustelle“) thematisieren und gleichzeitig die mittelfristige Perspektive diskutieren („Vision“). In der Auseinandersetzung von wissenschaftlicher Betrachtung, praktischen Erfordernissen und Darstellung bereits gewonnenen Erfahrungen werden die Erkenntnisse analysiert und Umsetzungsstrategien aufgezeigt. Die Frage nach den Hindernissen für die weitere Umsetzung wird ebenso diskutiert wie die der künftigen Entwicklung und Ausgestaltung elektronischer Verwaltungsdienste. Hier lassen sich auf operativer Ebene die häufigen Fragen nach Sicherheit, Verläßlichkeit und Interoperabilität als bedeutsame Querschnittsthemen identifizieren. Diese und eine Vielzahl strategischer Fragestellungen wird die Tagung intensiv beleuchten. Die FTVI 2008 ermöglicht einen breiten Austausch über die aktuellen Themen und strategischen Orientierung der Verwaltungsinformatik und bietet Vertreterinnen und Vertretern aus Praxis und die Wissenschaft eine bewährte Austauschplattform für ihre Erfahrungen und Diskussionen. Der Fachausschuß Verwaltungsinformatik der Gesellschaft für Informatik (GI) lädt gemeinsam mit dem Ministerium des Innern Brandenburg und dem Institute for eGovernment – Competence Center (IfG.cc) am 10. und 11. April 2008 zur Fachtagung Verwaltungsinformatik (FTVI 2008) nach Potsdam ein. Die Veranstaltung wird an der Universität Potsdam durchgeführt. Wie bereits bei den Fachtagungen der Vorjahre konnten wieder ausgewählte Referentinnen und Referenten aus allen Bereichen der öffentlichen Verwaltung, der Wissenschaft und auch dem Beratungsbereich gewonnen werden. Damit ermöglicht die FTVI 2008 einen richtungsweisenden Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis. Veranstaltungsort ist in diesem Jahr die Universität Potsdam. Das neu erbaute Gebäude am Standort Griebnitzsee bildet den idealen Rahmen für die Vorträge und den Austausch zwischen den Teilnehmern.

 

Praxistag für Kommunen

E-Government-Strategien und Best-Practices

 

Der ESG e.V. hat im Rahmen der DMS EXPO in Kooperation mit der Koelnmesse GmbH am 25. September 2007 den Praxistag für Kommunen veranstaltet. In der ganztägigen Veranstaltung wurde der Zusammenhang zwischen den Anforderungen und Zielvorstellungen aktueller Entwicklungen wie z. B. der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie oder dem Projekt D 115 und der erforderlichen instrumentellen Ausstattung dargestellt. Die Vorträge der ganztägigen Veranstaltung spannten den Bogen von der wissenschaftlichen Betrachtung über aktuelle Entwicklungen zur vernetzten Verwaltung bis hin zu den Erfordernissen an die Verwaltung aus Sicht der Wirtschaft. Darüber hinaus wurden Best-Practice-Beispiele aus der Kommunalverwaltung vorgestellt und auch der Blick über die nationalen Grenzen gewagt.

 

 

Umsetzung der EU – Dienstleistungsrichtlinie

 

Ein ersten Workshop der ESG-Arbeitsgruppe zur Entwicklung von Orientierungs- und Arbeitshilfen  zur Umsetzung der Richtlinie fand am 5. Juni 2007 in Köln statt.
Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und die Entwicklung von CALL 115, durch die die eGovernmentdiskussion einen neuen Anschub erfahren hat, werden in der nächsten Zeit ein Schwerpunktthema der ESG sein. Nach der erfolgreichen  Eröffnungsveranstaltung am 8. März 2007 in Köln ist inzwischen ein Arbeitskreis gebildet worden, der seine Arbeit aufgenommen hat. Nähere Informationen über Stand und Fortgang der Arbeiten finden Sie hier.

 

 

Umsetzung der EU–Dienstleistungsrichtlinie

Aspekte des Projektes

 

Während aus der Sicht der Weiterentwicklung von E-Government noch darüber diskutiert wird, ob es sich bei dem Modell einer zukünftig vernetzt kooperierenden Verwaltung um das erstrebenswerte Zukunftsmodell handelt und mit welchen Strategien einer freiwilligen Kooperation, d. h. ohne Gesetzeszwang, deren Realisierung erreicht werden kann, ergibt sich aus der Pflicht zur Umsetzung der EU-Richtlinie ein eigenständiger und in seiner Wirkung noch nicht übersehbarer Schub in diese Richtung. Wenn es bei der Richtlinie auch nicht um alle Geschäftsprozesse z. B. einer Kommune geht, entwickeln sich hier Strukturen, die automatisch auf die Gesamtheit der Prozesse ausstrahlen.

 

 

Auf dem Weg zur EU-Dienstleistungsrichtlinie und CALL 115

Umsetzung und Aussichten (08/2007)

 

 

(BS/Willy Landsberg*) Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie und CALL 115 sind aktuelle Projekte, die die E-Governmentdiskussion neu beleben und im Zuge ihrer Realisierung die Philosophie von E-Government in der Praxis voranbringen. Die ESG verfügt damit über zwei Schwerpunkte ihrer aktuellen und zukünftigen Arbeit. Nachdem in einer erfolgreichen öffentlichen Veranstaltung im März zum Inhalt und der Wirkung der EU-Richtlinie berichtet wurde, ist inzwischen ein Arbeitskreis eingerichtet worden, der in seiner ersten Sitzung konkrete Arbeitspakete definiert und deren Behandlung in Gang gesetzt hat.

 

 

Erfolgreiche Veranstaltung „Kommunale Kooperationsmodelle in NRW – Beispiele aus der Vermessungsverwaltung“ in Gelsenkirchen (06/2007)

 

Das von Informationsbüro d-NRW und ESG in Kooperation mit MICUS Management Consulting durchgeführte Praxisforum „Kommunale Kooperationsmodelle in NRW – Beispiele aus der Vermessungsverwaltung“ war ein voller Erfolg.
Die zunehmende Automatisierung und Digitalisierung im Vermessungswesen aber auch die Neuorganisation der Landesvermessung schaffen neue Chancen für Unternehmen und Verwaltung. Dabei steigt die Wirtschaftlichkeit der Datenhaltung und -fortführung mit zunehmender Fläche und mit der Anzahl der Kooperationspartner. Für Vermessungs- und Katasterämter, freie Berufe und weitere Dienstleistungs- und Datenanbieter ergeben sich so erhebliche Einsparpotenziale durch Kooperationen bei der GIS-Beschaffung, der Betreuung, der Pflege, dem Betrieb der Anwendungen und dem Vertrieb der Produkte.
Im Wissenschaftspark Gelsenkirchen gaben Referenten aus Wirtschaft und Verwaltung konkrete Handlungsempfehlungen hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen und wirtschaftlichen Erfolgsfaktoren und stellten Praxisbeispiele vor.
Der Staatssekretär des Innenministeriums von NRW, Karl Peter Brendel, zeigte sich von den kommunalen Initiativen begeistert. Die Beispiele Dortmund (in Kooperation mit vier Städten), Mülheim und Essen, sowie die Münsterlandkreise (fünf Kommunen rund um Münster) zeigten anschaulich, wie kommunale Kooperationen in der Praxis aussehen können. Landrat Thomas Kubendorff will in der Zusammenarbeit der Münsterlandkreise noch weitergehen und künftig auch in den Bereichen Notrufzentrale, Tierseuchenbekämpfung und Amtsapotheker stärker kooperieren. Dr. Martin Fornefeld, Geschäftsführer von MICUS, präsentierte eine Möglichkeit für Kommunen, ihre Geodaten durch ein Verkaufsportal wirtschaftlich nutzbar machen zu können, wie dies bereits von der Stadt Frankfurt praktiziert wird. Kommunale Kooperationen werfen aber auch Fragen auf. Die Integration der häufig heterogenen Datenbestände ist ein wichtiges und viel beachtetes Thema. Wie sich in der Diskussion zeigte, muss zudem die vergaberechtliche Beurteilung stärker berücksichtigt werden; auch hierzu wurden Lösungswege aufgezeigt.

 

Vorstellung des Bildungsangebotes mit Seminaren & Workshops sowie einer Zertifizierte Manager- und Coach-Ausbildung an der Prof. Binner Akademie (05/2007)

 

 

Die PROFESSOR BINNER AKADEMIE hat sich Anfang 2007 aus dem 1994 von Prof. Dr.-Ing. Hartmut F. Binner gegründeten Beratungs- und Softwareentwicklungsunternehmen Dr. Binner CIM-house GmbH als Bildungsinstitut entwickelt. Das Ziel ist die erfolgreiche, nachhaltige, praxisnahe und professionelle Kompetenz- und Know-how-Vermittlung von Strategien, Methoden, Modellen und Konzepten zur effizienten, effektiven, flexiblen und individuellen:

  • Qualifizierung von Menschen,
  • Verbesserung von Prozessen,
  • Weiterentwicklung von Organisationen und
  • Implementierung eines Wissensspeichers.

Bei der Vermittlung der Wissensinhalte spielt das von Prof. Binner entwickelte Vorgehensmodell zur ganzheitlichen und durchgängigen Verwaltungs-Organisationsentwicklung und -gestaltung eine Schlüsselrolle. Dieses Modell basiert auf einem flexibel anpassbaren und erweiterbaren Organisationsgestaltungsansatz unter Einbeziehung der Strategie- und Handlungsfelder „Bürger-, Mitarbeiter-, Prozess- und Erfolgsorientierung sowie der unterschiedlichen Anforderungs-, Ordnungsrahmen- und Managementsystemsichten. In den Seminaren wird die in über 20 Jahren Beratungspraxis erworbene Erfahrung in Öffentlicher Verwaltung, Industrie, Dienstleistung und bei der Organisations- und Managementberatung an die Teilnehmer weitergegeben.

 

 

Dienstleistungsrichtlinie, E-Vergabe, Prozessoptimierung (04/2007)

Die ESG informiert über aktuelle Themen

 

 

(Angela Barthen) Die europ äische Dienstleistungsrichtlinie war Thema einer Informationsveranstaltung, die die ESG gemeinsam mit Rödl & Partner und mit Unterstützung von T-Systems am 8. März 2007 in Köln durchgeführt hat. Vertreter der Landes- und Kommunalverwaltung aus Nordrhein-Westfalen und aus anderen Bundesländern, Vertreter verschiedener Kammern und Verbände sowie Teilnehmer aus der Privatwirtschaft diskutierten über rechtlichen Aspekte, technische Umsetzungsmöglichkeiten und Auswirkungen der EU-Dienstleistungsrichtline. Die Situation in den EU-Mitgliedsstaaten wurde ebenfalls beleuchtet. Wegen des großen Erfolges plant die ESG weitere Veranstaltungen zu diesem Thema auch außerhalb von NRW.

 

 

„E-Government zwischen Vision und Realität“

(29. August 2006, Duisburg)

 

Quelle: Informationsbüro d-NRW

 

Zahlreiche Teilnehmer aus der Verwaltung und der Wirtschaft nutzten die Veranstaltung „E-Government zwischen Vision und Realität“, die das Informationsbüro d-NRW gemeinsam mit der European Society for eGovernment (ESG) am 29.08.2006 in Duisburg durchgeführt hat, zum intensiven Erfahrungsaustausch.

Vertreter klein- und mittelständischer Unternehmen sowie verschiedener Verbände konnten ihre Vorstellungen mit Vertretern der Kommunal- und Landesverwaltung diskutieren und neue Kontakte knüpfen. Die Vorträge spannten den Bogen von der wissenschaftlichen Betrachtung über aktuelle Entwicklungen in der Verwaltung bis hin zu den Erfordernissen an die Verwaltung aus Sicht verschiedener Wirtschaftsunternehmen.
So stellte Prof. Dr. Klaus Lenk ein bürokratiearmes E-Government-Modell der Zukunft vor, das „jenseits des Zuständigkeitsdenkens“ funktioniert. Franz-Reinhard Habbel vom Deutschen Städte- und Gemeindebund berichtete über neue Entwicklungen in der EU, beim Bund und in den Kommunen. Themen waren unter anderem die europäische Dienstleistungsrichtlinie und die aktuellen Projekte innerhalb von Deutschland Online.
Thomas Lang kabel von CSC Deutschland, der auch Mitglied in der Initiative D21 ist, sensibilisierte die Teilnehmer für die Erfordernisse von Seiten der Wirtschaft, wobei er die Möglichkeiten und Erfahrungen von Unternehmen unterschiedlicher Größe und Branchen darstellte. Abschließend stellte Prof. Binner vor, wie man softwareunterstützt Prozesse visualisieren und so Prozessoptimierung voranbringen kann.
Die Vorträge der Veranstaltung stehen für die Teilnehmer zum Download bereit. Nähere Informationen erhalten Sie über das Informationsbüro d-NRW (informationsbuero@d-nrw.de).

 

 

Interkommunale Kooperation der Münsterlandkreise

MICUS erstellt Machbarkeitsstudie

 

Die MICUS Management Consulting GmbH, Mitglied der ESG, wurde von den Landkreisen Borken, Coesfeld, Recklinghausen, Steinfurt und Warendorf beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zur interkommunalen Zusammenarbeit im Vermessungs- und Katasterwesen durchzuführen.
Das Vermessungs- und Katasterwesen hat in den vergangenen Jahren einen rasanten Technologiefortschritt erlebt. Mit der Einführung der Automatisierten Liegenschaftskarte (ALK) liegen nun bald flächendeckend sämtliche Geobasisdaten digital vor. Gleichzeitig steigt die Bedeutung des elektronischen Kartenmaterials in Verwaltung und Wirtschaft.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Automatisierung und Digitalisierung haben die fünf Münsterlandkreise eine Untersuchung in Auftrag gegeben, in der neue Möglichkeiten der interkommunalen Zusammenarbeit ausgelotet werden sollen. Interkommunale Kooperationen bieten gerade bei den derzeit knappen kommunalen Haushalten die Chance zur Effizienzsteigerung kommunalen Verwaltungshandelns bei gleicher Qualität der Aufgabenerfüllung.
Insbesondere im Vermessungswesen, wo die Kommunalisierung zu starken regionalen Unterschieden im Kataster geführt hat, sind interkommunale Kooperationen ein guter Ansatz zur Vereinheitlichung der Datenqualität. Daher wird laut MICUS von der Machbarkeitsstudie eine erhebliche Signalwirkung für die Vermessungs- und Katasterverwaltung in ganz Nordrhein-Westfalen ausgehen. www.micus.de

 

 

MEMO 2006 in Münster

Studie „Virtuelles Rathaus NRW 2006“ übergeben

 

Die Anfang Juni fertig gestellte Studie „Virtuelles Rathaus NRW 2006“ zum Internetauftritt der nordrhein-westfälischen Städte und Kommunen wurde im Rahmen der Tagung MEMO 2006 in Münster vom Informationsbüro d-NRW an Staatssekretär Karl Peter Brendel übergeben. Die Preisträger in den verschiedenen Kategorien wurden im Rahmen der Tagung ausgezeichnet. Die vom Informationsbüro d-NRW in Auftrag gegebene Studie untersuchte die Internet-Auftritte von 427 Gemeinde-, Stadt- und Kreisverwaltungen aus fünf Regierungsbezirken im Land Nordrhein-Westfalen.
Die Studie wurde vom European Research Center for Information Systems (ERCIS) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster fünfteilig angelegt. Im ersten Teil wird E-Government aus der Verwaltungssicht untersucht. Hierzu erhielten alle NRW-Kommunalverwaltungen Online-Fragebögen. Im zweiten Teil wurden die Internetauftritte der Verwaltungen aus externer Sicht analysiert – durch ganz konkrete Surf-Erfahrungen. Im dritten Teil wurden gezielt die Angebote der Wirtschaftsförderungen unter die Lupe genommen und bewertet. Der vierte Teil behandelt schwerpunktmäßig die Barrierefreiheit während der fünfte Teil Best Practice-Beispiele hervorhebt.
Insgessamt standen folgende Fragen im Mittelpunkt des Interesses: Wie werden die E-Government-Bestrebungen zum einen aus Sicht der Verwaltung und zum anderen aus Sicht von Bürgern und Unternehmen wahrgenommen? Welche Informationsangebote und Dienstleistungen sind besonders gut gelungen? Wo liegen Verbesserungspotenziale für den einzelnen Internetauftritt und den E-Government-Bereich insgesamt? Wie gut sind die Informationsangebote der Wirtschaftsförderungen in NRW? Wie weit wurden die aktuellen Vorgaben zur barrierefreien Gestaltung von Internetseiten bereits umgesetzt?
Die Internetauftritte wurden innerhalb der Kategorien „kreisfreie Stadt“, „Kreis“, „kreisangehörige Stadt über 20.000 Einwohner“ und „kreisangehörige Stadt unter 20.000 Einwohner“ verglichen. Überdies wurden die Aspekte „Wirtschaftsförderung“ und „Barrierefreiheit“ genauer untersucht. Besonders gelungene Lösungen einzelner Kommunen zum Beispiel zum Angebot an Online-Kundenservices oder der Präsentation der Informationen werden ebenfalls kurz vorgestellt. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass in den Bereichen allgemeine Qualität der Internetauftritte und der angebotenen Informationen schon ein guter Stand erreicht ist. In den Bereichen Auffindbarkeit, Navigation und Dienstleistungen ergibt sich ein eher heterogenes Bild. Es wird empfohlen den Austausch zwischen den Kommunen zu intensivieren um so von einander zu lernen, wie sich etwa Verwaltung und Wirtschaft besser integrieren lassen oder Webseiten barrierefrei gestaltet werden können. Die Preisträger wurden im Rahmen der MEMO-Tagung im Beisein von Staatssekretär Karl Peter Brendel (Innenministerium NRW) vorgestellt. Es handelt sich um die Stadt Bochum, den Kreis Warendorf, sowie die Städte Bocholt und Rhede. Die Stadt Rhede erhielt zusätzlich die Auszeichnung für die Barrierefreiheit. Den besten Internetauftritt im Bereich Wirtschaftsförderung stellt laut Studie die Stadt Herne bereit.
Die MEMO2006 stand unter der Schirmherrschaft von Dr. Ingo Wolf, Innenminister des Landes NRW, statt. An den Tagungsvormittagen standen jeweils prominente Redner im Rahmen von zentralen Vorträgen im Vordergrund. Nachmittags gab es jeweils drei parallele Vortrags-Tracks, in denen Fachvorträge zu den einzelnen Schwerpunktthemen präsentiert wurden. Das Informationsbüro d-NRW, die Universität Münster und das ERCIS haben mit der MEMO-Tagung nach eigenen Aussagen auf die verstärkte Nachfrage aus der Verwaltungspraxis nach methodisch fundierten und vor allem auch praktisch anwendbaren Modernisierungswerkzeugen reagiert. Das Informationsbüro d-NRW arbeitet mit finanzieller Unterstützung der EU und des Landes NRW in einer Kooperation von d-NRW und der European Society for E-Government (ESG).

 

 

Neue Plattform für E-Government

Vom Masterplan bis zur Expertenanfrage

 

Blitzlichtgewitter am Stand des Informationsbüros d-NRW auf der Kongressmesse e-nrw: Staatssekretär Karl PeterBrendel schaltete während der Messe die erste Teilstufe des neuen Informationsportals www.egovernmentplattform.de frei. Dieses neue Informationsangebot soll zur ersten Anlaufstelle für alle werden, die an Entwicklungen, Lösungen, Institutionen und Veröffentlichungen auf dem Feld der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen und insbesondere an E-Government interessiert sind.

 

E-Government-Forschungsplan

Handlungsfelder für eine neue Strategie in Deutschland

 

Mit dem ”E-Government-Forschungsplan: Handlungsfelder für eine neue Strategie in Deutschland” hat der Fachausschuss Verwaltungsinformatik der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ein Papier vorgelegt, mit dem die Diskussion über die strategische und programmatische Ausrichtung der E-Government Forschung in Deutschland angeregt und offen geführt werden soll. Die European Society for eGovernment e.V. (ESG) unterstützt das Anliegen der fünf Autoren, die sich als Vertreter der jüngeren Wissenschaftlergeneration verstehen und in der GI im Fachbereich Verwaltungsinformatik organisiert sind.

 

 

KommOn 2005

Gelungener Abschluss

 

Der Deutsche Städtetag führte am 16. November 2005 in Bonn die mittlerweile zehnte – und wie vor Ort zu erfahren war – auch vorläufig letzte Fachtagung ”KommOn – Kommunen Online” durch. Die diesmal in Zusammenarbeit mit der Bundesstadt Bonn organisierte Fachtagung befasste sich inhaltlich mit dem Schwerpunkt ”Kommunale Internetnutzung/Onlineauftritt der Kommunen”. Dieser wurde unter verschiedenen Aspekten betrachtet, beispielsweise Internetauftritt der Kommunen, Internet als Kommunikations- und Transaktionsmedium zwischen Verwaltung und Bürgerschaft/Wirtschaft, Datenschutz und Datensicherheit im Internet, rechtsverbindliche (Verwaltungs-)Vorgänge, Rechtsfragen im Internet etc.

 

 

Blitzlichtgewitter bei e-nrw.

Behörden Spiegel veranstaltet Kongress

 

Blitzlichtgewitter für eine Premiere am Stand des Informationsbüros d-NRW: Staatssekretär Brendel schaltete hier die erste Teilstufe des neuen Informationsportals www.egovernmentplattform.de frei. Dieses neue Informationsangebot soll zur zentralen Anlaufstelle für alle werden, die an Entwicklungen, Lösungen, Institutionen und Veröffentlichungen auf dem Feld der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen und insbesondere an E-Government interessiert sind. Als Zielgruppen wurden sowohl Bürger, Verwaltung wie die Wirtschaft identifiziert. In der ersten Teilstufe sind die Bereiche Aktuelles, Glossar (im Aufbau) sowie eine kommentierte Linksammlung zu E-Government bereits aktiv. Geplante Wissensschwerpunkte sind etwa „Wirtschaftsfreundliche Verwaltung“ oder „BestPractice“. Bestehende Masterpläne aus diesen Bereichen sowie kommentierte Abstracts zentraler Fachliteratur zum Thema runden das derzeitige Angebot ab. Kurzfristig tritt noch eine „Forums“-Funktion für den direkten, themenbezogenen Austausch der Nutzer untereinander hinzu. Zur CeBIT 2006 sollen dann auch eine datenbankbasierte Recherchemöglichkeit sowie das Modul „Expertenanfrage“ verfügbar sein. Kommt ein Informationssuchender mit seiner Recherche zu einem Thema nicht weiter, kann er auf der Website eine Anfrage hinterlassen, die vom Informationsbüro zur Beantwortung an eine ebenfalls derzeit im Aufbau befindliche Expertengruppe weitergeleitet wird. Alle diese Informationsangebote sollen kostenlos sein. Technische Basis der Site ist das CMS Typo3, ein Webserver unter Linux sowie (ab dem Frühjahr 2006) eine SQL-Datenbank. Anwesend bei der Freischaltung war mit Hanns-Ludwig Brauser auch der Geschäftsführer der Projekt Ruhr GmbH und d-NRW sowie Vorstand der auch durch die Vorstandsmitglieder Willy Landsberg und Wolfgang Naujokat vertretenen European Society for eGovernment (ESG). Das Informationsbüro arbeitet mit finanzieller Unterstützung der EU und mit Mitteln des Landes NRW in einer Kooperation von ESG und d-NRW. www.egovernmentplattform.de; www.d-nrw.de. Mehr auf www.e-nrw.info

 

 

Elektronische Kommunikation (11/2005)

Von der Poststelle zum Bürgerclient

 

Die virtuelle Poststelle, die bei der Stadt Bonn im Einsatz ist, wurde von dieser gemeinsam mit dem Lösungsanbieter 2B Advice GmbH entwickelt. Dieser ist seit April diesen Jahres Mitglied des ESG e.V. Im Folgenden einige zentrale Punkte zu diesem attaktiven E-Government-Projekt, für das 2B Advice sogar die Sonderauszeichnung für den Innovationspreis 2005 der Initiative Mittelstand 2005 erhalten hat.

 

 

Die Best-Practice-Datenbank der EU (10/2005)

Deutschland international nicht gut präsentiert

 

Über 12.000 Kommunen, 16 Bundesländer und der Bund stehen vor einer gewaltigen Transformation des Public Sector. Ziel ist es, Politik und Verwaltung auf die Herausforderungen durch die Globalisierung, durch die demografische Entwicklung und durch die neuen Möglichkeiten der Technologie neu auszurichten. Alle Strukturen und alle Aufgaben stehen deshalb auf dem Prüfstand. Das Verhältnis der administrativen Aufgaben zu den wertschöpfenden Tätigkeiten (heute 40:60) muss zu Gunsten mehr wertschöpfender Tätigkeiten in den Bereichen Bildung, sozialer Dienste und Sicherheit verändert werden (künftig 20:80).

 

 

Die Online-Auskunft aus dem Melderegister spart Zeit und Kosten

Viele Ruhrkommunen sind Vorreiter bei der elektronischen Verwaltung

 

BERND RASCHE, HANDELSBLATT, 21.9.2005: Die Stadt Hagen gehört zu den Kommunen im Ruhrgebiet, die in Sachen elektronische Verwaltung die Nase ganz vorn hat. „Fleppe wech“, wenn Peter Klinger, Werkleiter beim Hagener Betrieb für Informationstechnologie (HABIT) dies im besten Ruhrdeutsch in die Suchmaschine eintippt, reagiert der Computer sofort. Sekunden später druckt er weiterführende Links aus: „Führerscheinersatz“, „Internationaler Führerschein“ oder „Neuerteilung nach Entzug“. Dies ist nur ein Beispiel einer Initiative, die dem Bürger den Kontakt zu seiner Behörde per Internet sprachlich erleichtern sollen. Hagener Bürger können derzeit 160 verschiedene Formulare der Stadtverwaltung online herunterladen und teils auch schon mit einer elektronischen Signatur als Pendant zur Unterschrift ausfüllen. Auch Unternehmen sollen davon künftig profitieren: „Wir haben uns im ,Virtuellen Rathaus Hagen‘ bemüht, umgangssprachliche Suchbegriffe aus der Welt des Bürgers zu nutzen. Speziell für die Wirtschaft arbeiten wir derzeit noch am neuen Rathaus21. Hier wird es ein Unternehmensportal mit Dienstleistungen rund um Wirtschaft und Gewerbe geben“, so Klinger, der gleichzeitig auch Sprecher des neu gegründeten „Kompetenz Center Digitale Verwaltung“ (KDV) ist.

 

 

Das Informationsfreiheitsgesetz (09/2005)

Auszüge aus einer Stellungnahme zum IFG

 

Die European Society for eGovernment – ESG – begrüßt grundsätzlich den Erlass eines Informationsfreiheitsgesetzes (IFG, BT-Drucksache 15/4493) des Bundes; denn Transparenz behördlichen Handelns – und darin besteht ja der Normzweck des IFG – ist verständlicherweise ein zentrales Anliegen des E-Government.

 

Das Informationsbüro d-NRW (08/2005)

Prioritäten aus Sicht der ESG

 

Im Folgenden sind Themen und Arbeitsschwerpunkte dargestellt, die aus Sicht der ESG im Informationsbüro vorrangig zu behandeln sind. Im Projekt ”Informationsbüro d-NRW” sind die ESG und d-NRW Ruhrdigital Besitz GmbH&Co.KG Kooperationspartner. Die untenstehenden Arbeitsschwerpunkte stellen die Sichtweise der ESG dar und sind noch nicht verabschiedetes Programm des Informationsbüros.

 

Elektronische Kommunikation und E-Government (07/2005)

ESG-Topthema

 

E-Government ist neben seiner Bedeutung unter dem Aspekt des Regierens der Arbeitstitel für – die Neugestaltung der Geschäftsprozesse der Verwaltung mithilfe der elektronischen Medien, die online-Stellung der Geschäftsprozesse und die allgemeine EKommunikation über die Geschäftsprozesse der Fachaufgaben hinaus. Betrachtet man die Vielzahl der Aktivitäten, die mit dem Begriff inzwischen verbunden werden, ist er relativ unscharf. Mit neuen Begriffen, wie Bürokratieabbau und Innovation oder wegen der Dauer der Umgestaltung ist inzwischen bereits eine Diskussion ausgelöst worden, inwieweit der Begriff E-Government überhaupt noch trägt.

 

Erste Verrechnungsmodelle für Geo-Webdienste (06/2005)

Wirtschaftlicher Erfolg von Geodateninfrastrukturen

 

Die technische Entwicklung einer nationalen Geodateninfrastruktur (NGDI) wird derzeit in der Schweiz wie auch in anderen Staaten massiv vorangetrieben. Doch nicht nur aus technischer sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht stellt ein solches Vorhaben in vielen Bereichen Neuland dar: Insbesondere existieren bisher keine Modelle, wie die Verrechnung zwischen den beteiligten vernetzten Webservices einer GDI erfolgen soll. Solange diese Frage jedoch nicht geklärt ist, wird es nicht möglich sein, eine GDI, in der verschiedene Anbieter von Daten und Diensten zusammenwirken, aufzubauen. Daher wurde im Auftrag des Bundesamtes für Landestopografie (swisstopo) und der Koordination der Geoinformation und Geografischen Informationssysteme (KOGIS) die Studie ”Verrechnungsmodelle für Geo-Webdienste“ als Beitrag für den Aufbau einer Geodateninfrastruktur in der Schweiz erstellt. Die Studie zeigt auf, dass für die Entwicklung von Verrechnungsmodellen anstelle der bisherigen kostenorientierten Preissysteme ein konsequent nachfrageorientierter Ansatz gewählt werden muss für die drei Produktkategorien: Auskunft, Daten, Lösungen. Dabei wird dargestellt, wie die Verrechnung mittels geeigneter Verrechnungspreise erfolgen kann und wie dies innerhalb einer GDI organisatorisch umgesetzt werden kann. Die Studie ist in deutscher, englischer und französischer Sprache als Download verfügbar unter www.micus.de oder www.swisstopo.ch, www.kogis.ch, www.egeo.ch

 

Informationsbüro d-NRW (04/2005)

Kooperationsschmiede

 

Im Rahmen des Gesamtprojekts ”d-NRW“ wird eines der größten E-Government-Projekte Europas verwirklicht. Dabei wird erstmalig auf interkommunaler Ebene in NRW eine Vielzahl von Verwaltungsvorgängen digitalisiert, neu strukturiert und durch innovative Funktionalitäten ergänzt.

 

 

Innovation nicht dem Zufall überlassen (11/2004)

 

 Chancen Internet-gestützter Beteiligungsprozesse.


 

Kommunale Unternehmer im Fokus (06/2004)

 

 Neue Strukturen, bessere Steuerungen, mehr Geld.


 

Fullservice für öffentliche Unternehmen (05/2004)

 

 PMC: Wirtschaft, Steuern, Recht und Management.


 

Erfolgreiches Engagement in Hannover (04/2005)

 

 ESG begrüßt neue Mitglieder und Tätigkeitsbereiche.


 

Gemeinsamer Aufbau einer Geodateninfrastruktur (03/2005)

 

 Bund, Länder und Kommunen gemeinsam.

 

 

 

 

 

 

 

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