Metaportal eVergabe: ein Projekt für Deutschland und Europa

 

Seit Gründung der ESG ist subreport Verlag Schawe GmbH ihr Mitglied. Und seit jeher engagiert sich das Kölner Unternehmen auf nationaler und europäischer Ebene für die elektronische Vergabe, die rechtskonforme Abwicklung des gesamten Vergabeprozesses öffentlicher Aufträge auf dem elektronischen Weg. Das neueste Projekt ist das Metaportal eVergabe.

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Das Thema: elektronische Vergabe

 

  • Allein in Deutschland hat eVergabe beeindruckende Kennzahlen: 33.000 öffentliche Auftraggeber, die ihren Bedarf öffentlich ausschreiben. Über 70.000 Unternehmen, die sich darauf bewerben. Und bis zu 350 Milliarden Euro Auftragsvolumen jährlich. EU-weit machen öffentliche Aufträge insgesamt mehr als 16 % des Bruttoinlandsprodukts aus.
  • eVergabe hat enorme Vorteile: Transparenz, Zeitersparnis, Sicherheit und vor allem Einsparpotenziale, nachweislich mindestens 250 Millionen Euro pro Jahr – dies bezogen nur auf die Öffentliche Hand in Deutschland!

 

Einsparpotenzial eVergabe

 

  • Bei uneingeschränkter EU-weiter Einführung der eVergabe rechnen Fachleute sogar mit Einsparungen in Höhe von 80 Milliarden Euro.

 

Die Herausforderung: ein Flickenteppich

 

  • eVergabe hat bei Unternehmen bisher nur wenig Akzeptanz. eVergabe ist einfach noch nicht attraktiv genug.
  • Der Grund: Ein Flickenteppich von eVergabe-Lösungen umfasst in Deutschland schon heute 40 verschiedene Plattformen, 2010 werden es mindestens 60 sein. Es gibt zwar nur etwa fünf Anbieter von eVergabelösungen, deren Systeme sind aber nicht interoperabel.
  • Kaum ein Unternehmen ist bereit, sich auf diesen Flickenteppich einzulassen, sich mit unterschiedlichen technischen Voraussetzungen, Benutzeroberflächen und Geschäftsmodellen auseinanderzusetzen. Und die Zugangsschwellen potenzieren sich bei EU-weiter Betrachtung: Erleben Unternehmen die Vielzahl von eVegabelösungen bereits auf nationaler Ebene als kompliziert und praxisfern, so tun sie das erst recht im internationalen Kontext. Die Folge: die Vorteile der eVergabe kommen nicht zum Tragen.

 

Das Projekt: Einer für alle

 

  • Auf Grundlage moderner Portaltechnologien ist es heute möglich, sich in einem nahezu unüberschaubaren Angebot von Produkten und Dienstleistungen zurechtzufinden, einzukaufen und Prozesse abzuwickeln. Besonders erfolgreich sind dabei Betreiber von Portalen, denen es gelungen ist, die Breite des Angebotes und damit auch die Zahl der Kunden kontinuierlich zu erhöhen. „Amazon“ gilt heute als eines der bekanntesten Beispiele für die großen ökonomischen Bündelungseffekte auf Basis moderner Informationstechnologien.
  • Das Modell „Amazon“, übertragen auf die Verwaltung, auf die Schnittstelle zwischen Unternehmen und öffentlicher Hand – das ist der innovative konzeptionelle Ansatz des Metaportals eVergabe. Die Kernkompetenz dieses Portals für die elektronische Vergabe besteht also darin, den Bedarf einer Vielzahl von öffentlichen Nachfragern (Auftraggebern) mit den Angeboten einer Vielzahl von Lieferanten (Unternehmen) sinnvoll und effizient zusammenzubringen.
  • Die Idee ist des Metaportals ist einleuchtend: Am Anfang ein Adapter, der die vorhandenen 40 Systeme in Deutschland über einen zentralen Einstieg miteinander verbindet. Einer für alle, eine einheitliche Oberfläche, mit der man alle verschiedenen Plattformen ansteuern und benutzen kann. Im Fachjargon: ein interoperabler Multi-Bieter-Client, eine innovative „One-Stop-Lösung“. Basierend auf neuesten Technologien, mit Einbindung verschiedenster digitaler Signatur-Prozesse.
  • Später wird der Multi-Bieter-Client dann zu einem Metaportal ausgebaut, das noch viele weitere attraktive Mehrwertdienste für die Wirtschaft bietet.
  • Die EU forciert eVergabe stark: Die Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, bis 2010 die elektronische Ausschreibungen in allen Fällen zu ermöglichen und in mindestens der Hälfte aller Fälle auch wirklich anzuwenden. Das Projekt ist ein hervorragendes Instrument, die Intentionen der EU nicht nur flankierend zu unterstützen, sondern sie zügig Wirklichkeit werden zu lassen.
  • Auch deshalb liegt es nahe, das Modell als Blaupause für ganz Europa zu nutzen. Es ist geplant, den Pilot von Beginn an gemeinsam mit zwei europäischen Partnern zu entwickeln – präferiert werden bereits Österreich und Polen.
  • Ziele des Projektes sind: Hohen volkswirtschaftlichen Nutzen für Öffentliche Hand und Wirtschaft in Deutschland und Europa zu erzielen. Eine weitere Zersplitterung der eVergabelandschaft zu verhindern. Und den Wettbewerb der Lösungen gleichzeitig zu erhalten.
  • Das Konzept des Metaportals mit seinen Akteuren, dem zentralen Einstieg für Unternehmen sowie den Basis- und Mehrwertdiensten lässt sich wie folgt visualisieren:

 

Konzeptskizze Metaportal eVergabe

 

Der Initiator: subreport

 

  • Das Projekt wird federführend von subreport realisiert. Gegründet 1918, ist subreport heute Deutschlands führender Ausschreibungsdienst und Pionier der elektronischen Vergabe. subreport besitzt unter den Anbietern von eVergabelösungen große Akzeptanz als Initiator übergreifender eGovernment-Projekte.
  • Alles, was das Unternehmen erwirtschaftet, wird seit jeher und auch zukünftig wieder in Technologie und Köpfe investiert. Nicht von ungefähr war subreport erster Informationsdienst im Internet, Erster bei der Umsetzung der Scanner-Technologie, Erster mit einer eVergabe-Plattform und ist Erster bei innovativen Projekten.
  • subreport ist Preisträger und wurde u.a. ausgezeichnet mit dem „Website Award NRW“ 2007, dem Preis „Vielfalt gewinnt“ der Stadt Köln 2009 und dem Hauptförderpreis des „Mittelstandsprogramm 2009“. 2008 wurde subreport in den Kreis der „TOP 100“ gewählt, den 100 innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstandes.
  • Da subreport an allen nationalen Initiativen mitarbeitet, in der es um das Thema Interoperabilität von eVergabe geht (wie beispielsweise der „XVergabe“) ist gewährleistet, dass dort erzielte Ergebnisse in das Projekt mit einfließen.

 

Die Akteure – Konsens und Kooperation

 

  • Auf politischer Ebene mehren sich die Zeichen, dass die Bundesregierung künftig Anstrengungen zur Schaffung und Sicherstellung von Interoperabilität massiv unterstützen wird – die Änderung des Grundgesetzes, der künftige Staatsvertrag sowie der IT-Planungsrat sind dafür nur einige Beispiele. Das Metaportal passt mithin hervorragend in die IT-Strategie von Bund, Ländern und Kommunen.
  • Im Grunde warten alle am Vergabegeschehen beteiligten Akteure darauf, dass die für sie unbefriedigende Situation endlich gelöst wird: Unternehmen, Auftraggeber und die Anbieter von eVergabesystemen selbst. Der Zeitpunkt für den Projektstart ist also ideal.
  • Das Gleiche gilt für die maßgeblichen deutschen Anbieter von eVergabelösungen – ihre Kooperationszusagen liegen bereits vor.
  • Einflussreiche deutsche Wirtschaftsverbände wie BDI und Bitkom fordern seit langem genau die Lösung, die subreport realisieren wird.
  • Das Fraunhofer-Institut FOKUS konnte als wissenschaftlich-neutraler Partner zur inhaltlichen Gestaltung und technologischen Unterstützung gewonnen werden.

Mit anderen Worten: Die Umsetzung des Metaportals in ganz Europa wird ein ganz entscheidender Schritt zur Vollendung des europäischen Binnenmarktes. Die Initiative von subreport hat die ersten wichtigen Weichen in Deutschland bereits dafür gestellt.

 

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